Krawalle in Rio de Janeiro Demonstranten stürmen Stadtratsgebäude

In Rio de Janeiro sind Demonstranten gewaltsam in ein Stadtratsgebäude eingedrungen. Die Sicherheitskräfte setzten Pfefferspray ein - mehrere Menschen wurden verletzt, darunter auch ein Polizist. Die Proteste in Brasilien werden gewalttätiger.

Demonstranten im Stadtratsgebäude in Rio de Janeiro: Proteste gegen die Regionalregierung und Gouverneur Cabral
AP

Demonstranten im Stadtratsgebäude in Rio de Janeiro: Proteste gegen die Regionalregierung und Gouverneur Cabral


Rio de Janeiro - Die Proteste in Brasilien dauern an: Regierungskritische Demonstranten haben in Rio de Janeiro ein Stadtratsgebäude gestürmt. Etwa 50 Teilnehmer drangen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP in das Gebäude ein, das daraufhin von der Polizei abgeriegelt wurde. Die Sicherheitskräfte verjagten die Demonstranten mit Pfefferspray.

Insgesamt beteiligten sich am Mittwoch in der brasilianischen Metropole etwa 700 Menschen an einer Demonstration. Eine anarchistische Gruppe hatte zu den Protesten gegen die Regionalregierung von Rio und Gouverneur Sérgio Cabral im Internet aufgerufen.

Medienberichten zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen mehrere Menschen verletzt, darunter auch ein Polizist.

In Brasilien gibt es seit rund zwei Monaten Sozialproteste, die zunehmend gewalttätiger werden. Am Dienstag war es in São Paulo zu Krawallen gekommen. Eine Demonstration war außer Kontrolle geraten, als etwa 50 Randalierer, die teilweise mit Hämmern bewaffnet und maskiert waren, begannen, die Schaufenster von Banken, Läden und einem Autohaus einzuschlagen. Zudem blockierten sie mehrere Straßen mit Mülltonnen, die sie in Brand steckten.

Im Juni waren in Brasilien Millionen Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Korruption und Verelendung zu protestieren. Der Zorn der Demonstranten richtet sich auch gegen Milliardenausgaben des Staats für Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2016.

heb/dpa/AFP

insgesamt 13 Beiträge
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adazaurak 01.08.2013
1. respekt
respekt vor Brasilien, so was bräuchten wir bei uns auch, endlich mal ein paar EU Büros bzw die Büros der EU Apologeten etwas umdekorieren, oder?
xxbigj 01.08.2013
2. optional
Nein so was brauchen wir bei uns nicht! Wir brauchen veränderung aber Gewalt ist der letzte Weg! Viele reden wie Sie handeln würden. Aber die schöne heile Welt bricht schnell zusammen auch für konservative wenn du für deine Meinung auf die Strasse gehst und von verprügelt wirst von polizisten. Man muss nur an der falschen Stelle stehen und schon gibt es eine rein. In Deutschland was zu verändern ist mit diesen Konservativen zwar müselig aber mit ist es Wert zu versuchen darüber zu diskutieren! Aber wenn natürlich sich nichts ändert bei uns und die CDU diese Lügen Politik fort führen kann. Ja dann bin ich mir 100% sicher das es zu größeren Unruhen kommen wird. Da können die bezahlten Herren die Ihre Prognosse immer stellen das so was nicht in Deutschland passiert kann einpacken. Und wie so was passieren kann!
mitverlaub 01.08.2013
3. @adazaurak
Nur die Ruhe, kommt alles noch. Warten wir die Wahl ab, wenn die Wahrheit über den Schuldenschnitt der Pleiteländer auf den Tisch kommt und wir mit neuen Steuern oder sogar einem Soli für diese Länder belastet werden. Leider hat das normale Volk keine Lobbyisten, jeder der die EU oder andere unzumutbaren Zustände hier in Deutschland kritisiert, wird mit der Nazikeule zum Schweigen gebracht. Man hat uns schon ganz gut im Griff, doch irgendwann wird auch das dümmste Stimmvieh wach.
derdurchblick 01.08.2013
4. Zum sehen geboren zum schauen bestellt!
Das dürfte erst der Anfang sein. Auch der Spitzelstaat DDR ist schneller untergegangen als man sich das vorstellen konnte. Vielleicht wachen bei uns auch mal ein paar Leute auf und lassen sich nicht von der Blöd- und Focus- versauten Presse blenden!
DerNerd 01.08.2013
5.
Wie man sieht, kommt man mit legitimen Protest nicht wirklich weiter. Der Grund ist aber, der deutsche Michel meckert gerne am Stammtisch über die Ungerechtigkeit, aber an Protesten will man sich nicht beteiligen - man muss halt in die Arbeit gehen, oder im Fernsehen kommt grad Fussball, oder man könne ja sowieso nichts ausrichten. Daher wäre so eine kleine Revolution druchaus gut. Ich hoffe, das hier auch mal etwas mehr Radau veranstaltet wird von dem sich die Stubenhocker anstecken lassen und auf die Strasse gehen. Das die Deutschen durchaus Potential dazu haben Veränderungen herbeizuführen konnte mehrfach in jüngerer Vergangenheit bewiesen werden, Ende der DDR, Berlin zur Zeit der APO, Zeiten der RAF erste/zweite Generation. Solange wir nur beim Bier in der Kneipe maulen - aber danach wieder brav Steuern zahlen und arbeiten und im Herbst wieder Mutti wählen - werden sich die Damen und Herren Herrschermenschen in Berlin und Brüssel nicht einen Millimeter bewegen.
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