Bolton-Nachfolge Robert O'Brien wird neuer US-Sicherheitsberater

Eine Woche nach dem Rauswurf von John Bolton hat sich US-Präsident Donald Trump entschieden: Der Diplomat Robert O'Brien wird der neue Nationale Sicherheitsberater.

Robert O'Brien: "Sehr erfolgreich" als Sondergesandter
Harmony Gerber/ Getty Images

Robert O'Brien: "Sehr erfolgreich" als Sondergesandter


Bislang war er Sondergesandter für Geiselnahmen im Außenministerium, jetzt steigt er zum Nationalen Sicherheitsberater auf: Robert O'Brien soll Nachfolger des vor einer Woche rausgeworfenen John Bolton werden. Das kündigte US-Präsident Donald Trump auf Twitter an.

O'Brien sei bislang "sehr erfolgreich" als Sondergesandter tätig gewesen, begründete Trump seine Entscheidung. "Ich habe lange und hart mit Robert zusammengearbeitet", schrieb Trump. "Er wird einen tollen Job machen!"

Der Nationale Sicherheitsberater spielt bei der Ausarbeitung der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik eine wichtige Rolle. Er ist dem Präsidenten direkt unterstellt.

O'Brien ist Trumps vierter Sicherheitsberater

Trump hatte Bolton vor einer Woche wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten gefeuert. Unmittelbar danach hatte Trump gesagt, er habe 15 mögliche Kandidaten für das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters. "Viele Leute wollen diesen Job. Es ist ein großartiger Job."

Trump hatte nach dem Rauswurf vor Journalisten aufgezählt, welche Fehler Bolton begangen habe. So sei Bolton mit "wichtigen Mitgliedern" seiner Administration im Weißen Haus nicht gut ausgekommen, behauptete der US-Präsident.

Hoffnungen, nach dem Rauswurf Boltons könnten die Spannungen zwischen den USA und Iran abnehmen, erfüllten sich allerdings nicht. Trump kündigte erst am Mittwoch an, die Sanktionen gegen den Iran weiter zu verschärfen.

Während der Venezuelakrise habe sich Bolton unangemessen verhalten, zudem habe der Sicherheitsberater Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un brüskiert, indem er diesem mit dem "Libyen-Modell" gedroht habe, wenn er sein Atomwaffenprogramm nicht aufgebe - das nordafrikanische Land hatte seine Atomwaffen 2004 an die USA übergeben, sieben Jahre später beteiligten sich die USA an einer Nato-Mission in Libyen, die zum Sturz der Regierung von Muammar al-Gaddafi führte.

O'Brien wird Trumps vierter Nationaler Sicherheitsberater. Nach Boltons Abgang hatte dessen bisheriger Stellvertreter Charlie Kupperman das Amt geschäftsführend übernommen.

als/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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kas075 18.09.2019
1. Vorschusslorbeeren
Man müsste mal eine Aufstellung über die "great fantastic job" Ankündigungen aller Mitarbeiter machen, die D.T. bei der Präsentation losgelasen hat!
dubsetter 18.09.2019
2. mal sehen..
was da jetzt auf diewelt zukommt. schlimmer als bolton kann es kaum werden, aber bei den usa (und vor allem bei trump) weiss man nie...
TOKH1 18.09.2019
3. covfefe...
.....er redet und redet und redet. ich sage nur: "are you Barron?"
lucky.sailor 18.09.2019
4. Dann schaun mer mal ...
... wie lange sich dieser fantastisch fähige Berater unter DT hält. Eigentlich ein Wunder, dass sich überhaupt noch Freiwillige finden, die dem Oberchaoten im Weißen Haus zu Diensten sind.
frankfurtbeat 18.09.2019
5. dreiste ...
dreiste Behauptung "das nordafrikanische Land hatte seine Atomwaffen 2004 an die USA übergeben, sieben Jahre später beteiligten sich die USA an einer Nato-Mission in Libyen, die zum Sturz der Regierung von Muammar al-Gaddafi führte." denn es waren die USA die letztendlich den Überfall planten und zusammen mit ein paar Bücklingen ausführten. Alleiniger Grund war aus meiner Sicht das Gaddafi weg vom US$ wollte ... dasselbe versucht man mit Venezuela, mit dem Iran, hat man mit dem Irak gemacht.
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