Rotes Kreuz Israel schließt sich mit neutralem Symbol an

Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hat der Einführung eines dritten Emblems zugestimmt: Die Unterzeichnerstaaten der Genfer Konventionen einigten sich auf einen "roten Kristall" als neues Emblem für Israel.


Genf - 98 Länder stimmten dabei mit Ja, 27 mit Nein, zehn enthielten sich. Die Gegenstimmen kamen dabei vor allem von arabischen und islamischen Ländern. Syrien hatte sich am stärksten gegen eine Einigung gewehrt. Das Land forderte, zuerst müsse ein Abkommen über den Zugang syrischer Helfer zu den syrischen Staatsbürgern auf den Golan-Höhen geschlossen werden. Das Gebiet ist von Israel annektiert.

Roter Kristall: Drittes Symbol der Bewegung
AFP

Roter Kristall: Drittes Symbol der Bewegung

Israel wehrte sich gegen die syrische Forderung und führte ins Feld, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) auf dem Golan aktiv sei. In dreitägigen Verhandlungen hatte die Schweiz versucht, zwischen den beiden Ländern zu vermitteln und zu einer in dem Gremium üblichen einstimmigen Entscheidung zu kommen. Als dies scheiterte, wurde in der Nacht die Abstimmung angesetzt, bei der eine Zweidrittel-Mehrheit nötig war.

Das neue Symbol wird wie erwartet ein "roter Kristall" sein, eine rote Raute auf weißem Grund. Das politisch neutrale Symbol erlaubt es dem israelischen Roten Davidstern (Magen David Adom), sich den Rotes-Kreuz- und den arabischen Roter-Halbmond-Gesellschaften anzuschließen.

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zeigte sich in einer Erklärung dennoch zufrieden mit der Annahme des dritten Zusatzprotokolls.



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