Fehlende Kooperation EU verschwendet Milliarden bei der Rüstung 

Die EU-Staaten arbeiten bei der Militärtechnik kaum zusammen - das kommt die Steuerzahler teuer zu stehen: Bis zu 130 Milliarden Euro werden jedes Jahr verschwendet. Im SPIEGEL prangert EADS-Chef Enders die Missstände an.

Eurofighter: Experten beklagen nationales Klein-Klein in Rüstungsfragen
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Eurofighter: Experten beklagen nationales Klein-Klein in Rüstungsfragen


Die Staaten der Europäischen Union verschwenden Milliarden Euro, weil sie ihre Rüstungsprojekte nicht aufeinander abstimmen. Dies geht aus einer Studie des wissenschaftlichen Dienstes des EU-Parlaments hervor. Der "Cost of Non-Europe Report" für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik nennt als Hauptgründe für Effizienzverluste

  • verschwenderische Überkapazitäten,
  • Duplikationen,
  • fragmentierte Industrien und Märkte.
  • Außerdem fehle eine gemeinsame Vision für die Zukunft.

73 Prozent der Beschaffungsvorhaben würden bis heute nicht europaweit ausgeschrieben. "Zusammenarbeit bleibt die Ausnahme", urteilen die Experten.

Die daraus entstehenden Mehrkosten sind immens. Laut Bericht belaufen sie sich auf mindestens 26 Milliarden Euro pro Jahr. Maximal könnten sich die verschwendeten Steuergelder sogar auf 130 Milliarden Euro jährlich summieren. Im Jahr 2012 gaben die EU-Staaten rund 190 Milliarden für Rüstung aus. Für die kommenden Jahre erwarten die Experten schrumpfende Militäretats. In den vergangenen Jahren sind laut dem Bericht insbesondere die Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung gesunken.

"Schicksalsfragen gemeinsam lösen"

"Wir haben die EU geschaffen, um die großen Schicksalsfragen gemeinsam zu lösen und Europa eine angemessene Rolle in der Welt zwischen Amerika und Asien zu geben", sagte EADS-Vorstandschef Tom Enders dem SPIEGEL. "Wir haben die EU nicht geschaffen, um einheitliche Glühbirnen, Toilettenspülungen oder Bananengrößen zu bekommen."

Enders fürchtet einen "Abstieg in die dritte Liga", wenn sich die Rüstungswirtschaft nicht besser aufstelle. In der kommenden Woche wird er Umstrukturierungen bei EADS verkünden. Harte Einschnitte hat er bereits angekündigt.

"Die Fragmentierung des europäischen Rüstungsmarkts ist ein großes Problem", sagte auch der Chef des EU-Militärstabs, der österreichische General Wolfgang Wosolsobe. "Wenn wir nicht umsteuern, stellt sich langfristig die Frage, ob wir als EU unsere Autonomie in der Verteidigungspolitik wahren können."



insgesamt 47 Beiträge
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Spiegelleserin57 08.12.2013
1. die EU hat ein Problem...
es gibt eben keinen richtigen Gegner mehr... der Kampf findet woanders statt..im Internet...ohne Waffen, aber mit ähnlich furchtbarer Wirkung. "Wir haben die EU nicht geschaffen, um einheitliche Glühbirnen, Toilettenspülungen oder Bananengrößen zu bekommen." Genau das ist das Ziel der EU und eine Wirtschaftsmacht aufzubauen, wir brauchen keinen Kireg, gegen wen auch?
Darknessfalls 08.12.2013
2. Nur eine Frage der Zeit...
...wann die heute "sinnvoll" in Rüstung investierten Milliarden zu Edelschrott und Sondermüll transformieren. Nichts gegen Forschung und Fortschritt... aber muss es denn unbedingt in der Technologie zum Töten und Vernichten sein? Hat das Volk der Dichter und Denker nichts Besseres zu bieten? Das Sirren, welches Sie hören, ist Goethe in seinem Grabe!
spon-facebook-10000164346 08.12.2013
3. Eu
Die Staaten haben ein Problem, nicht die Eu, das ist schrott Journalismus, nahe an der NPD, die EU kann gar nichts was die Verteidigung angeht also bitte.....und an alle anty EU Idioten, bitte Gehirn (wenn vorhanden) einschalten...
hakmak 08.12.2013
4. ist schon spannend
wie in diesem Bericht bei Gesamtausgaben von 190 Milliarden Euro 130 Milliarden verschwendet werden soll - also 2/3 der Summe! Und da regen wir uns über verschwendete Millionen für Drohnen auf. Irgendwie komisch dieser Bericht, auf keien Fall jedoch ordentlich recherchiert!!!
wurzelbär 08.12.2013
5. EU verschwendet Milliarden- unwahr
Zitat von sysopGetty ImagesDie EU-Staaten arbeiten bei der Militärtechnik kaum zusammen - das kommt die Steuerzahler teuer zu stehen: Bis zu 130 Milliarden Euro werden jedes Jahr verschwendet. Im SPIEGEL prangert EADS-Chef Enders die Missstände an. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ruestung-eu-verschwendet-milliarden-euro-wegen-fehlender-kooperation-a-937887.html
Diese Aussage ist absolut falsch und unkorrekt ! Diese Milliarden, die angeblich dem Steuerzahler bzw. Zwangsabgabenzahler teuer zu stehen kommen, durch Gesetze die eigens dafür definiert wurden, kommen in einer Art "finanzieller Umlagerung" anderen zum Aufbau ihrer Privatvermögen zu gute. (Wie die 600 Milliarden Euro unter der bisherigen Regierungszeit von Merkel) Da sich das Volk im GLAUBEN an die Politik, seiner Regierung und dem Staat anvertraut hat, die seine Interessen vertreten und solche "Bereicherungsmachenschaften" unterbinden sollte, muß man feststellen, das gerade von diesen, diese Finanzumlagerungen vorgenommen werden. Dafür hat das Volk aber sie alle nicht gewählt und ihnen die Macht dafür zugesprochen! Das müßte sich ändern, ändern lassen !
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