Nordkaukasus Russische Sicherheitskräfte töten berüchtigten Rebellenchef

Er starb im Kugelhagel: Der islamistische Rebellenchef Alim Sankischijew wurde von russischen Sicherheitskräften erschossen. Er galt als einer der meistgesuchten Anführer im Nordkaukasus. 

Russische Armeefahrzeuge (2008): Kampf um die Macht im Kaukasus
AP

Russische Armeefahrzeuge (2008): Kampf um die Macht im Kaukasus


Moskau - Russische Sicherheitskräfte haben einen islamistischen Rebellenchef im Nordkaukasus getötet. Alim Sankischijew sei am Dienstag bei einem Schusswechsel gestorben, teilte Russlands Nationale Antiterror-Komitee (NAK) mit.

Die Sicherheitskräfte hatten demnach ein Haus in Naltschik, der Hauptstadt der Kaukasus-Republik Kabardino-Balkarien, umstellt, in dem sich der Mann verschanzt hatte. Auf das Angebot, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben, sei er nicht eingegangen und habe stattdessen weiter Widerstand geleistet. Er sei dann bei der Erstürmung des Hauses getötet worden.

Sankischijew, der auch unter dem Namen Ubaida bekannt ist, stand seit 2006 auf der russischen Fahndungsliste. Er galt als einer der meistgesuchten Rebellenanführer. Die Behörden machen ihn für mehr als 30 Anschläge und den Tod von Polizisten in Kabardino-Balkarien verantwortlich. Auch im benachbarten Karatschajewo-Tscherkessien soll er Angriffe koordiniert haben.

Im konfliktreichen Nordkaukasus, vor allem in den Teilrepubliken Dagestan und Inguschetien, kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Errichtung eines islamischen Staates. Auch im vergleichsweise ruhigen Kabardino-Balkarien, einem beliebten Skigebiet, gab es zuletzt vermehrt Anschläge.

bos/AFP/Reuters

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