Ukraine-Konflikt Russland beendet Militärmanöver

Flugzeuge und Flugabwehreinheiten werden aus der Nähe der ukrainischen Grenze abgezogen - Russland hat sein seit Montag andauerndes Militärmanöver beendet.

Ein Passagierflugzeug in Russland: Ende des Flugabwehrmanövers
REUTERS

Ein Passagierflugzeug in Russland: Ende des Flugabwehrmanövers


Moskau - Aufbruchstimmung bei den russischen Flugabwehreinheiten nahe der ukrainischen Grenze: Russland hat sein Großmanöver unweit der ukrainischen Grenze planmäßig beendet. Alle Einheiten würden in die Kasernen zurückkehren, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.

An der Übung im Raum Aschuluk hatten mehr als 100 Kampfflugzeuge und Hubschrauber teilgenommen. Die Nato hatte kritisiert, dass Russland damit die Spannungen im Ukraine-Konflikt weiter verstärken würde.

Piloten sollten demnach den Beschuss von Zielen zu Lande und in der Luft mit Raketen üben. Zudem waren echte und simulierte Starts von Flugabwehrraketen angekündigt worden, um die Abstimmung zwischen Luftwaffe und Flugabwehr zu verbessern. Angesichts der Truppenkonzentration nahe der Grenze war in den vergangenen Tagen im Westen die Furcht von einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine gestiegen.

Moskau hatte vor Kurzem weitere Militärübungen stufenweise in allen Wehrbezirken angekündigt. Die seit Monaten geplanten Truppenbewegungen seien aber keine Reaktion auf die schwere Krise in der Ukraine, hieß es. Russland hatte das Manöver nach Angaben der Bundesregierung bereits 2013 angekündigt.

isa/dpa/Reuters

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insgesamt 31 Beiträge
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fragender69 08.08.2014
1. vorausschauende Besonnenheit vs. unkontrollierte laute Panik
Putin hat von Anfang an verlautbaren lassen, dass er keine Pläne schmiedet, um in die Ukraine einzumarschieren. Dieses als auch die kommenden Übungen waren seit langem geplant. So kann ich mir auch vorstellen, dass Übungen/Manöver dieser Größenordnung auch bei der NATO angemeldet sein müssten. Ziel dieser Manöver ist die Umstrukturierung in den Luftstreitkräften. Die Flugzeuge und Hubschrauber wurden schon wieder abgezogen und die Lufabwehreinheiten packen derzeit ihre Technik zusammen. Nichts dergleichen was so mancher Politiker aus Polen, den USA, der Ukraine etc. lauthals an Befürchtungen geäußert hat, hat sich infolge dieser Übung bewahrheitet. Um eine Deeskalation erreichen zu können ist es manchmal auch schon ausreichend, tief durchzuatmen und sich in innerer Ruhe zu üben.
schneidervonluch 08.08.2014
2. Warum muss über sowas berichtet werden?
Wie also auch die Bundesregierung sagt waren die Manöver schon lange geplant. Ich halte grundsätzlich nichts von solchen Übungen. Aber sowas machen nicht nur die Russen (wird meist nicht darüber berichtet) und es steht auch in keinem direkten Zusammenhang mit dem Krieg in der Ostukraine. Ich glaube es gibt da viel wichtigere Themen. Wer hat das Flugzeug abgeschossen? Was ist genau bei dem Massaker in Odessa geschehen? Wer hat die Schüsse auf dem Maidan abgegeben?Warum protestieren immer noch Leute auf dem Maidan? Wie verlaufen die Proteste gegen die Zwangeinberufung der Westukrainer? Warum schadet sich die EU mit Sanktionen gegen Russland selbst? Warum handelt Deutschland ensprechend der Interessen der USA?Warum ist der Großteil der traditionellen Medien anscheinend gleichgeschaltet und hetzt die Völker in einen Krieg? USW.USW.USW.
ugt 08.08.2014
3. Und nun??
Zitat von sysopREUTERSFlugzeuge und Flugabwehr-Einheiten werden aus der Nähe der ukrainischen Grenze abgezogen - Russland hat seine mehrere Tage dauernden Militärmanöver beendet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-beendet-militaermanoever-in-der-ukraine-a-985237.html
Business as usual? Die EU, USA, CA und AUS liefern wieder Orangen, Hühner, Fleisch und Rüstungstechnik? Bei allem Unverständnis und einer miesen Meinung gegenüber Putin. Die Russen haben sich an ein Abkommen gehalten. Keine erneute Annektion von Staaten, die Nato hat sich nicht drangehalten, keine Ausdehnung nach Osten. Ich sehe zur Zeit nur die Nato mit ihrem Cäsar in Washington stänkern.
polyphon 08.08.2014
4. DAS wäre ein Thema für einen vertiefenden Bericht!
Egal, ob 2013 angekündigt: Russland war klar, dass ein Manöver zu dieser Zeit in dieser Region ein Spiel mit den Muskeln sein würde. Hat man darauf gehofft, damit die Sanktionen einzudämmen? Und warum erfolgt jetzt der Abzug? Ist es am Ende ein Bluff? Diese Fragen wären viel interessanter als die ganzen Boulevard-Berichte.
diezahnfee 08.08.2014
5. unweit der ukrainischen Grenze?
Vielleicht sollten Sie erwähnen, dass die Übungen ca. 700 km von der ukrainischen Grenze entfernt stattgefunden haben, Luftlinie wohlgemerkt. Das wäre in etwa so, wenn Österreich "in der Nähe von Dänemark" Militärubungen durchführt. Aber das würde das Ganze ja relativieren und das ist ja nicht Sinn und Zweck des Artikels.
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