Umstrittene Inselgruppe Russland beschwert sich bei Japan über G20-Karte

Japan war Gastgeber des G20-Treffens - und brachte dabei offenbar eine Karte in Umlauf, welche die von Russland beanspruchten Kurilen-Inseln als japanisches Territorium zeigte. Moskau will das so nicht stehen lassen.
Ein Teil der von Japan und Russland beanspruchten Inselgruppe

Ein Teil der von Japan und Russland beanspruchten Inselgruppe

Foto: The Yomiuri Shimbun/ AP

Seit Jahrzehnten fordert Japan bereits die Rückgabe von vier südlichen Inseln, die sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten. Wegen des Streits um die Südkurilen haben beide Nationen bis heute keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

Nun ist der Konflikt wieder hochgekocht. Der Grund: Japan soll als Gastgeber des G20-Gipfels im Juni eine Karte verwendet haben, auf der die Inselgruppe als japanisches Territorium ausgegeben war. Dagegen hat das russische Außenministerium formal protestiert, wie ein Sprecher bekanntgab. Ein entsprechendes Schreiben sei einem japanischen Diplomaten übergeben worden.

Wirtschaftlich ist die zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der japanischen Insel Hokkaido gelegene Gegend wegen Bodenschätzen und des Fischreichtums begehrt. 2010 hatte der damalige russische Staatschef Dmitrij Medwedew eine der Inseln besucht - wogegen Japan damals protestiert hatte.

vks/Reuters
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