Bürgerkrieg in Syrien Russischer Hubschrauber abgeschossen - fünf Tote

Ein russischer Militärhubschrauber ist laut Kreml in Nordsyrien abgeschossen worden. Die Besatzung soll noch versucht haben, mit einem Flugmanöver Schlimmeres zu verhindern.

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Ein Helikopter der russischen Armee ist auf dem Rückweg nach Latakia in der nordsyrischen Provinz Idlib beschossen worden und abgestürzt. Das erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Transportmaschine vom Typ Mi-8 sei am Montag vom Boden aus getroffen worden.

An Bord seien drei Mann Besatzung und zwei andere russische Offiziere gewesen. Alle Insassen seien bei dem Absturz getötet worden, teilte der Kreml mit. Die Besatzung habe noch versucht, durch ein Flugmanöver Opfer am Boden möglichst zu vermeiden. Bei den beiden Nicht-Besatzungsmitgliedern handele es um Vertreter des russischen Zentrums für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien.

Absturzstelle in der Idlib-Provinz
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Absturzstelle in der Idlib-Provinz

Die Soldaten hatten nach Angaben des Verteidigungsministeriums Hilfsgüter in die umkämpfte Stadt Aleppo gebracht (lesen Sie hier mehr zur Lage in Aleppo) und seien auf dem Rückflug in die Luftwaffenbasis Hamaimim in Latakia gewesen. Dort befindet sich ein russischer Luftwaffenstützpunkt. Was der Hubschrauber wirklich geladen hatte, ist unklar. Auf Videoaufnahmen von der Abschussstelle ist zu sehen, dass der Helikopter auch Raketen an Bord hatte.

Zuletzt war Anfang Juli ein syrischer Kampfhubschrauber mit russischen Soldaten in Syrien abgeschossen worden. Seit Beginn des russischen Einsatzes in Syrien an der Seite des Regimes von Baschar al-Assad Ende September 2015 starben nach offiziellen Angaben insgesamt 18 russische Soldaten.

heb/dpa/AFP



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