Russland-Italien Gemeinsame Pipeline soll schon bald gebaut werden

Die Gasleitung soll 900 Kilometer lang sein und zum Teil durchs Schwarze Meer führen. Präsident Putin und Ministerpräsident Prodi haben sich auf den baldigen Baubeginn für die geplante russisch-italienische Pipeline verständigt.


Hamburg - Putin und Prodi hätten sich in einem Telefongespräch auf einen Termin festgelegt, wie der Pressedienst des Kremls nach Angaben der Agentur RIA Nowosti mitteilte. Die Bauarbeiten an der Leitung "South Strom" sollten bereits in nächster Zeit beginnen. Bei der Unterredung hätten Putin und Prodi auch einige andere aktuelle Fragen der russisch-italienischen Kooperation in Handel und Wirtschaft erörtert, hieß es.

Am 23. Juni hatten sich der italienische Energieversorger Eni und der russische Gaskonzern Gazprom auf den Bau einer neuen Gaspipeline nach Europa geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Eni-Chef Paolo Scaroni und Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew in Rom unterzeichnet.

Die Pipeline soll 900 Kilometer lang sein und teils durch das Schwarze Meer verlaufen. Von der bulgarischen Küste soll sie anschließend einen Strang nach Süditalien und einen nach Österreich und Slowenien haben, hieß es. Die Bauzeit dürfte vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Zu den Projektkosten wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Eni hat vor einiger Zeit Gasreserven in Russland ersteigert, die über die neue Pipeline nach Europa verkauft werden könnten.

flo/van/dpa/Reuters



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