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IS-Anführer Russland prüft Berichte über angeblichen Tod al-Baghdadis

Ende Mai griff Russland nach eigenen Angaben ein Treffen von IS-Kämpfern in Rakka an. Nun prüft das russische Verteidigungsministerium, ob dabei auch IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi getötet wurde.
Baghdadi bei einer Rede in Mossul (Archivbild)

Baghdadi bei einer Rede in Mossul (Archivbild)

Foto: REUTERS TV/ REUTERS

Das russische Verteidigungsministerium prüft nach eigenen Angaben, ob der Chef der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bei einem Angriff ums Leben gekommen ist. Die Behörde untersuche Berichte, wonach Abu Bakr al-Baghdadi bei einem russischen Luftangriff in der Nähe der syrischen Stadt Rakka getötet wurde. Das berichten mehrere Medien.

Demnach hat das russische Militär bereits am 28. Mai Flugangriffe auf Ziele in der Nähe von Rakka geflogen. Kampfjets vom Typ Su-35 und Su-34 bombardierten einen Befehlsstand, wo ein Treffen von IS-Kämpfern stattfand. Diese hätten sich dort versammelt, um den Rückzug der Terrormiliz aus Rakka zu diskutieren.

Berichten zufolge soll auch Baghdadi an diesem Treffen teilgenommen haben, teilte die Nachrichtenagentur Ria unter Berufung auf das Verteidigungsministerium mit. Demnach starben bei den Luftangriffen mehr als 300 IS-Kämpfer, darunter 30 Kommandeure des IS.

Baghdadi zeigt sich nur äußert selten öffentlich. Immer wieder gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten sich später als falsch heraus. Die USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar auf Baghdadi ausgelobt.

brk/heb/dpa/Reuters