Interkontinental-Raketen Putin stockt sein Atomwaffenarsenal auf

Russland wird mehr als 40 neue Interkontinentalraketen anschaffen - und zwar noch dieses Jahr. Die Schuld an der Aufrüstung sieht Moskau bei der Nato.
Putin auf der Waffenmesse: Mehr Atomwaffen

Putin auf der Waffenmesse: Mehr Atomwaffen

Foto: Vasily Maximov/ AP/dpa

Russland wird sein Atomarsenal um mehr als 40 Interkontinentalraketen aufstocken. Sie sollen noch dieses Jahr angeschafft werden, kündigte Präsident Wladimir Putin an. Die Raketen seien in der Lage, auch die technisch fortschrittlichsten Flugabwehrsysteme zu überwinden, sagte Putin am Dienstag bei einer Militärmesse im russischen Kubinka.

Der stellvertretende russische Verteidigungsminister warf der Nato vor, Russland zu einem neuen Wettrüsten zu zwingen. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur RIA.

Am Montag hatte Russland mit massiven Konsequenzen wegen der geplanten Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz in Osteuropa gedroht. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die USA erwägen, schweres Militärgerät in mehrere Länder Osteuropas und des Baltikums zu verlegen. Ziel sei es, Russland von einer Aggression in Europa abzuschrecken.

Russland wertet eine Stationierung von Waffen und Tausenden Soldaten in Osteuropa als Verstoß gegen die Nato-Russland-Grundakte von 1997. Das Abkommen verbiete eine dauerhafte Präsenz von Kriegstechnik in osteuropäischen Staaten, argumentierte das Außenministerium in Moskau am Montag.

ler/Reuters/dpa