Abtransport von Chemiewaffen Russland schickt gepanzerte Lkw nach Syrien

Die russische Regierung hilft bei der Zerstörung der syrischen Chemiewaffen. Das Militär hat 75 Lastwagen in das Bürgerkriegsland geschickt, in denen die Kampfstoffe abtransportiert werden sollen.

Russischer Kamas-Lkw: Hilfe beim Abtransport von Chemiewaffen
AP

Russischer Kamas-Lkw: Hilfe beim Abtransport von Chemiewaffen


London/Genf - Russland leistet einen Beitrag zur Beseitigung des syrischen Chemiewaffenarsenals. Die Regierung hat 75 Fahrzeuge in das Bürgerkriegsland geschickt, in denen die Kampfstoffe abtransportiert werden sollen.

Russische Militärflugzeuge brachten 50-Kamaz-Lastwagen und 25 gepanzerte Ural-Trucks in die Hafenstadt Lattakia. Diese Fahrzeuge seien zusammen mit anderen Ausrüstungsgegenständen nach Syrien gebracht worden, hieß es in einem Bericht von Verteidigungsminister Sergej Schoigu an Präsident Wladimir Putin.

An der Vernichtung der syrischen C-Waffen beteiligen sich mehrere Staaten, neben Russland auch Großbritannien, China und die USA. Die Regierung in Damaskus hat der zuständigen Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) rund 1300 Tonnen Kampfstoffe gemeldet. Angesichts der Drohung mit einem US-Militärschlag hatte Syrien der Zerstörung seiner C-Waffen-Bestände zugestimmt. Dieser Prozess soll bis 30. Juni abgeschlossen sein.

Die "kritischsten Chemikalien", darunter etwa 20 Tonnen Senfgas, sollen bereits bis Ende dieses Jahres vom Hafen in Latakia aus ins Ausland gebracht werden. Anfang des Monats hatten Regierungstruppen die strategisch wichtige Verbindungsstraße zwischen Damaskus und der Küstenregion im Nordwesten des Landes eingenommen. Über diese Route soll ein Großteil der Kampfstoffe transportiert werden.

syd/Reuters

insgesamt 4 Beiträge
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donnerfalke 23.12.2013
1. Irgendwie nicht gut
Ich sehe zwei Wörter "Rußland" und "gepanzert". Also finde ich das Ganze nicht so toll. Außerdem hatte Herr Obama viel Besseres Konzept um die Chemiewaffen zu beseitigen: einfach bombadieren.
derandersdenkende, 23.12.2013
2. Gut so !
Zitat von sysopAPDie russische Regierung hilft bei der Zerstörung der syrischen Chemiewaffen. Das Militär hat 75 Lastwagen in das Bürgerkriegsland geschickt, in denen die Kampfstoffe abtransportiert werden sollen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-schickt-gepanzerte-lkw-nach-syrien-fuer-transport-von-c-waffen-a-940666.html
Von dem Teufelszeug sollte so wenig wie möglich in die Hände von Terroristen gelangen!
Löschknecht 23.12.2013
3. Ungeschickte Bildauswahl
Das Bild suggeriert an dieser Stelle rückständige Technik. Wenn man sich mal das Video zum Kamaz Typhoon 6x6 ( http://www.youtube.com/watch?v=bb6wyRd-asc ) anschaut, dann bekommt man einen etwas anderen Eindruck. Und nicht zuletzt hat Kamaz in den vergangenen vierzehn Jahren zehnmal die Rallye Dakar in der LKW-Wertung gewonnen. Da sollte es schwer fallen, ihnen die Wüstentauglichkeit abzusprechen.
_scout_ 23.12.2013
4. Dann kann man mal hoffen,
das diese Transporte extrem gut bewacht werden und die Route nicht durch Gebiete führen wird in denen die Terroristen einen Hinterhalt legen könnten. Man stelle sich vor die Beschlagnahmen so einen LKW und können das Zeug außer Landes bringen.
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