Auseinandersetzung im Japanischen Meer Russische Küstenwache nimmt offenbar Dutzende Nordkoreaner fest

Russische Grenzschützer haben laut Angaben aus Moskau Dutzende Nordkoreaner beim illegalen Fischen im Japanischen Meer erwischt. Die Crew eines Bootes habe daraufhin das Feuer eröffnet.

Nordkoreanisches Boot vor der russischen Küste (Archivbild): Streit um Fischereirechte
Yuri Maltsev/ REUTERS

Nordkoreanisches Boot vor der russischen Küste (Archivbild): Streit um Fischereirechte


Bei einer Auseinandersetzung mit nordkoreanischen Fischern sind nach Angaben Moskaus drei Mitglieder der russischen Küstenwache verletzt worden. Die Küstenwache habe zwei nordkoreanische Fischkutter in Russlands Wirtschaftszone vor der Küste der Region Primorje gestoppt, teilte der russische Sicherheitsdienst FSB mit. Die Besatzung eines der Kutter habe daraufhin einen "bewaffneten Angriff" auf das Schiff der Küstenwache gestartet.

Die mehr als 65 Personen an Bord der beiden Fischerboote seien festgenommen und der nordkoreanische Geschäftsträger in Moskau in das russische Außenministerium einbestellt worden, berichteten die Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden mehr als 80 Personen festgenommen.

Russische Nachrichtenagenturen und örtliche Medien berichteten unter Berufung auf den FSB weiter, die russischen Grenzschützer hätten zudem elf Seeleute mit elf Motorbooten aus dem Nachbarland beim illegalen Fischen ertappt. Nordkorea hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

Im Japanischen Meer, an dem neben Nordkorea und Russland auch Japan und Südkorea liegen und das nach südkoreanischer Lesart "Ostmeer" heißt, gibt es immer wieder Streit um Fischereirechte. Nach Angaben von Experten drängt Pjöngjang seine Fischer dazu, in der Hoffnung auf größeren Fang immer weiter auf das Meer hinauszufahren.

kev/AFP/Reuters



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