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29. Oktober 2019, 20:42 Uhr

Nordatlantik

Russland startet offenbar größtes U-Boot-Manöver seit Kaltem Krieg

Zwei Monate soll das Manöver dauern: Ein Dutzend russische U-Boote und acht Atom-U-Boote soll Moskau zu Übungen in den Nordatlantik entsandt haben. Norwegen und weitere Nato-Staaten überwachen die Aktivitäten.

Russland hat offenbar das größte U-Boot-Manöver im Nordatlantik seit dem Ende des Kalten Kriegs begonnen. Seit vergangener Woche seien ein Dutzend bei der russischen Halbinsel Kola stationierte U-Boote an dem Manöver beteiligt, berichtete der norwegische Militärgeheimdienst nach Angaben des Fernsehsenders NRK. Im Einsatz seien auch acht Atom-U-Boote. Das Manöver werde zwei Monate dauern.

Norwegen und weitere Nato-Staaten überwachen die Aktivitäten der russischen Marine unter anderem aus der Luft, wie der Sprecher des norwegischen Generalstabs, Brynjar Stordal, sagte. U-Boote seien zudem im Europäischen Nordmeer und der Barentsee entdeckt worden.

Wie der Sender NRK unter Berufung auf Militärquellen berichtete, versuchen die russischen U-Boote, so tief wie möglich im Atlantik unterzutauchen, ohne dabei aufzufallen. Ziel der Russen sei es, ihre Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren sowie zu zeigen, dass sie die US-Küste bedrohen könnten.

Russland bestätigte das Manöver nicht. Die russische Marine hatte nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Samstag erklärt, zwei Atom-U-Boote würden Ausrüstung und Bewaffnung bei tiefen Tauchgängen testen. Es handle sich um U-Boote vom Typ Kondor, die unter anderem Luftwaffeneinheiten feindlicher Marineverbände aufspüren und zerstören könnten.

vks/dpa

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