CIA-Agent im Kreml Russland will möglichen Spion über Interpol suchen lassen

Die russische Regierung will den mutmaßlichen CIA-Spion finden, der im Kreml gearbeitet hat. Dafür hat Moskau eine Anfrage bei Interpol gestellt.

Haus des mutmaßlichen Spions Oleg S. in den USA: Moskau stellt Anfrage an Interpol
Eric Baradat/AFP

Haus des mutmaßlichen Spions Oleg S. in den USA: Moskau stellt Anfrage an Interpol


Russland will einen möglichen US-Informanten im Kreml über die internationale Polizeiorganisation Interpol finden lassen. Mit einer entsprechenden Anfrage will das Außenministerium herausfinden, ob sich der frühere Mitarbeiter in den USA aufhält, sagte Sprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

Wenn US-Medien zwei Jahre nach dem Verschwinden des Mannes mit russischer Staatsbürgerschaft berichteten, dass er sich in Amerika aufhalte, dann müssten "solche Dinge nach den entsprechenden Verfahren und Regeln überprüft werden", sagte sie der Agentur Tass zufolge.

Der russische Informant für die USA soll nach US-Medienberichten im Jahr 2017 vom US-Auslandsgeheimdienst CIA abgezogen worden sein, weil seine Enttarnung drohte. Der Kreml bestätigte, dass der Mann im Präsidialamt gearbeitet habe, bestritt aber, dass er Zugang zu sensiblen Informationen und russischen Geheimdiensten gehabt habe.

cte/dpa/Reuters



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