Streit um Öl und Gas Putin und Lukaschenko erklären Krise für beendet

Im Schatten des Terrors immerhin eine gute Nachricht: Russlands Präsident Wladimir Putin und Weißrusslands Machthaber Alexander Lukaschenko haben ihren Streit über Öl- und Gaslieferungen beigelegt.

Alexander Lukaschenko (l.) und Wladimir Putin (r.)
AFP

Alexander Lukaschenko (l.) und Wladimir Putin (r.)


Die Präsidenten Russlands und Weißrusslands haben nach eigenen Angaben alle strittigen Fragen in den bilateralen Beziehungen gelöst. Das sagten Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko nach mehrstündigen Gesprächen in Sankt Petersburg. Das Treffen wurde überschattet von dem Anschlag in einer U-Bahn, bei dem zehn Menschen starben und Dutzende verletzt wurden. Lukaschenko sprach den Opfern sein Beileid aus. Er bedankte sich, dass Putin sich trotzdem Zeit für das Gespräch genommen habe.

Der Kreml-Chef sagte bei einem kurzen Auftritt vor Fernsehkameras, alle Streitfragen bei Öl- und Gaslieferungen seien geklärt. Details nannte er nicht. Einen Vertrag sollen die Regierungen binnen zehn Tagen ausarbeiten. Moskau hatte die weißrussischen Schulden für Öl und Gas zuletzt auf knapp eine halbe Milliarde Euro beziffert. Nun habe Russland einer Umschuldung zugestimmt, sagte Lukaschenko.

Ausführlich sei über Sicherheitsfragen gesprochen worden, sagte der Staatschef aus Minsk, ohne Einzelheiten zu nennen. "Wir wollen Stabilität für Russland und Weißrussland erhalten."

In den vergangenen Wochen gingen beide Präsidenten gegen Proteste im eigenen Land vor und ließen zahlreiche Kritiker festnehmen.

bam/dpa-afxp



insgesamt 8 Beiträge
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michael.krispin 04.04.2017
1. na geht doch. Warum nicht bei der Ukraine ?
Waere die EU nicht so versessen gewesen auf die Europaeische Ausrichtung der Ukraine wegen den fruchtbaren Schwarzerde Feldern und haette die Ukraine ihre Rechnungen fuer geliefertes Gas bezahlt waere ihr viel Leid erspart geblieben. Aber so ist das wenn man mit der Krake in Bruessel spielt.
quark2@mailinator.com 04.04.2017
2.
Zitat von michael.krispinWaere die EU nicht so versessen gewesen auf die Europaeische Ausrichtung der Ukraine wegen den fruchtbaren Schwarzerde Feldern und haette die Ukraine ihre Rechnungen fuer geliefertes Gas bezahlt waere ihr viel Leid erspart geblieben. Aber so ist das wenn man mit der Krake in Bruessel spielt.
Sorry, aber angesichts der historisch und wirtschaftlich extrem engen Verknüpfung zwischen der Ukraine und Russland war ein solcher Bürgerkrieg nötig, damit die emotionalen Bindungen durchtrennt werden. Das wurde angestrebt und erreicht und nur dadurch ist die Ukraine nun klar aus dem russischen Einfluß rausgetrennt und da der russischen Industrie nun die Zulieferungen fehlen, ist entsprechender Schaden entstanden. Diese Dinge sind Vorsatz, nicht Zufall. Da gibt es Leute, die das ihr Leben für verschiedene Länder planen und umsetzen. Die EU stand da eher nur helfend zur Seite und ist selbst sogar mit Opfer, denn eine funktionierende Beziehung mit Russland wäre für die EU wirtschaftlich auch sehr nützlich gewesen. Wie man an UK sehen kann, spielt man aber auch mit der EU "Teile und Herrsche" ...
muellerthomas 04.04.2017
3.
Zwei Autokraten mit weitestgehend gleichen Zielen unter sich....klar einigen die sich.
HeisseLuft 04.04.2017
4. Krake
Zitat von michael.krispinWaere die EU nicht so versessen gewesen auf die Europaeische Ausrichtung der Ukraine wegen den fruchtbaren Schwarzerde Feldern und haette die Ukraine ihre Rechnungen fuer geliefertes Gas bezahlt waere ihr viel Leid erspart geblieben. Aber so ist das wenn man mit der Krake in Bruessel spielt.
Ja, das ist voll logisch. Die unterentwickelte EU-Landwirtschaft braucht verzweifelt dringend die fruchtbare Schwarzerde der Ukraine... ... und der Krieg in der Ukraine liegt also daran, dass sie ihre Gasrechnungen nicht bezahlt hätte? Das könnte der Wahrheit sogar nahekommen. Wenn Sie jetzt im ersten Satz (dem mit der Schwarzerde) "EU" streichen und stattdessen "Russland" einsetzen, dann kommen Sie der Wahrheit sogar noch näher... ;-)
HeisseLuft 04.04.2017
5. Da fehlt noch was
Zitat von quark2@mailinator.comSorry, aber angesichts der historisch und wirtschaftlich extrem engen Verknüpfung zwischen der Ukraine und Russland war ein solcher Bürgerkrieg nötig, damit die emotionalen Bindungen durchtrennt werden. Das wurde angestrebt und erreicht und nur dadurch ist die Ukraine nun klar aus dem russischen Einfluß rausgetrennt und da der russischen Industrie nun die Zulieferungen fehlen, ist entsprechender Schaden entstanden. Diese Dinge sind Vorsatz, nicht Zufall. Da gibt es Leute, die das ihr Leben für verschiedene Länder planen und umsetzen. Die EU stand da eher nur helfend zur Seite und ist selbst sogar mit Opfer, denn eine funktionierende Beziehung mit Russland wäre für die EU wirtschaftlich auch sehr nützlich gewesen. Wie man an UK sehen kann, spielt man aber auch mit der EU "Teile und Herrsche" ...
Jetzt müssen Sie bloß noch erklären, warum Putin so versessen darauf war diese emotionalen Bindungen zwischen Russland und Ukraine zu durchtrennen. Weshalb also hat russisches Militär die Abtrennung und Vereinnahmung der Krim geschützt? In dem vollen Wissen, dadurch eine angespannte Situation weiter zu verschärfen? Weshalb hat er von der "Neuordnung der Staatlichkeit" in der Ukraine gesprochen und das alte "Neurussland" beschworen? Kurz nachdem sein Terrorist Girkin im Donbass aktiv wurde? Weshalb hat er beliebig russische Freischärler in die Ukraine gelassen? Weshalb hat er russische "Urlauber" ukrainische Soldaten töten lassen? Weshalb hat er Waffen wie die TOS-1 in die Ukraine schaffen lassen?
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