Bürgerkrieg in Syrien Rebellenchef fordert Hisbollah heraus

Der Generalstabschef der syrischen Rebellen setzt der Hisbollah ein Ultimatum: Bis zum Mittwochabend müsse die schiitische Miliz ihre Kämpfer aus Syrien abziehen. Andernfalls würden die Aufständischen die libanesischen Kämpfer überall angreifen - "selbst in der Hölle".

FSA-Stabschef Idriss: "Wir werden die Hisbollah überall verfolgen"
AFP

FSA-Stabschef Idriss: "Wir werden die Hisbollah überall verfolgen"


Hamburg - Im syrischen Bürgerkrieg droht eine weitere Eskalation zwischen den Aufständischen und der libanesischen Hisbollah. Der Generalstabschef der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA), Salim Idriss, hat damit gedroht, die Schiitenmiliz in ihrem Heimatland Libanon anzugreifen, wenn sie ihre Kämpfer nicht aus Syrien abzieht.

"Wenn die Angriffe der Hisbollah auf syrischem Territorium nicht innerhalb von 24 Stunden aufhören, werden wir die Hisbollah überall verfolgen, selbst in der Hölle", brüllte Idriss während eines Telefoninterviews mit dem arabischen Nachrichtensender al-Arabija.

Er machte den libanesischen Präsidenten Michel Suleiman persönlich dafür verantwortlich, dass Hisbollah-Kämpfer aus dem Nachbarland ins Bürgerkriegsgebiet gelangten. Syrien sei das Opfer einer iranischen Invasion geworden, sagte Idriss mit Blick auf die Präsenz der von Teheran ausgerüsteten Hisbollah-Milizionäre.

Hisbollah unterstützt Assad

Die "Partei Gottes" unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad seit einiger Zeit mit Kämpfern. Allein bei den Gefechten um die nahe der Grenze zum Libanon liegende Stadt Kusair sollen bis zu 1700 Hisbollah-Kämpfer im Einsatz sein. Idriss widersprach jedoch den Angaben syrischer Staatsmedien, laut denen Assads Truppen und die Hisbollah inzwischen 80 Prozent des Stadtgebiets von Kusair unter ihre Kontrolle gebracht hätten.

Am Wochenende hatte es erstmals Angriffe auf die Hisbollah im Libanon gegeben. In den südlichen Stadtteilen Beiruts, die von der schiitischen Partei kontrolliert werden, schlugen mehrere Raketen ein. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Zunächst hatte sich ein Sprecher der Freien Syrischen Armee zu dem Angriff bekannt, später dementierten die syrischen Rebellen jedoch ihre Verantwortung für die Attacke.

syd/AFP



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Seite 1
wahe 28.05.2013
1.
wenn die Lunte brennt hilft kein reden mehr, dann ist handeln angesagt. Frage ist wer handelt und wer löscht die Lunte? Oder explodiert das Faß Nahost?
olaf_olafson 28.05.2013
2. Besserer Vorschlag
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer Generalstabschef der syrischen Rebellen setzt der Hisbollah ein Ultimatum: Bis zum Mittwochabend müsse die schiitische Miliz ihre Kämpfer aus Syrien abziehen. Andernfalls würden die Aufständischen die libanesischen Kämpfer überall angreifen - "selbst in der Hölle". Salim Idriss setzt der Hisbollah Ultimatum für Abzug aus Syrien - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/salim-idriss-setzt-der-hisbollah-ultimatum-fuer-abzug-aus-syrien-a-902437.html)
Wie wäre es, wenn erstmal diese Rebellen alle ihre ausländischen Kämpfer (Islamisten und Söldner) aus Syrien abziehen. Dann ist nicht mehr viel an oppositionellen Kämpfern übrig und die Hisbollah hat auch keinen Grund mehr in Syrien zu kämpfen.
RudiLeuchtenbrink 28.05.2013
3. Hotelrevolutionär
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer Generalstabschef der syrischen Rebellen setzt der Hisbollah ein Ultimatum: Bis zum Mittwochabend müsse die schiitische Miliz ihre Kämpfer aus Syrien abziehen. Andernfalls würden die Aufständischen die libanesischen Kämpfer überall angreifen - "selbst in der Hölle". Salim Idriss setzt der Hisbollah Ultimatum für Abzug aus Syrien - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/salim-idriss-setzt-der-hisbollah-ultimatum-fuer-abzug-aus-syrien-a-902437.html)
Von Istanbul aus kann man gut gegen den Feind wettern. Die Hisbollah wird jetzt vor Angst schlottern von Kanibalen geröstet zu werden. Die haben den Istaelis das Fürchten gelehrt und werden jetzt auch den Dshihadtouristen den Weg zurück nach Hause weisen.
nawid36 28.05.2013
4. Das ist ja dreist
Auf Seite der so genannte Rebellen kämpfen tausende kriminelle, Extremisten, wahabiten, salafisten, Mörder aus dem Irak usw. Erst sollten die abziehen dann geht auch bestimmt hizbollah raus.
dmdhl 28.05.2013
5. Oh super
Israel und die Eu liefern die Waffen und dann wird auch im Libanon arabischer Frühling gefeiert...
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