Nach Ausschreitungen Jemenitische Führung schließt Frieden mit Rebellen

Seit Wochen hatte sich die Lage im Jemen zugespitzt. Schiitische Rebellen waren auf die Hauptstadt Sanaa vorgerückt, die Armee schlug zurück. Nun haben die Konfliktparteien einen Friedensvertrag unterzeichnet.

Unterzeichnung des Friedensvertrages: Rebellen und Regierung einigen sich
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Unterzeichnung des Friedensvertrages: Rebellen und Regierung einigen sich


Sanaa - Jemens führende Politiker und Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen haben nach Wochen blutiger Auseinandersetzungen in Sanaa ein Friedensvertrag unterzeichnet. Die Einigung sei in Anwesenheit des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi und des Uno-Sondergesandten Jamal Benomar erfolgt, berichtete die offizielle jemenitische Nachrichtenagentur Saba. Kurz zuvor hatte Regierungschef Mohammed Basindawa seinen Rücktritt erklärt. Präsident Hadi lehnt den Rücktritt nach Angaben von Saba jedoch ab.

Die Huthi-Rebellen kämpften vor allem in den nördlich von Sanaa gelegenen Provinzen Marib und Al-Dschauf gegen Regierungstruppen und bewaffnete Anhänger der sunnitischen Islah-Partei. Vor einer Woche hatte die Armee dann begonnen, Luftschläge gegen Huthi-Stellungen zu fliegen. Hunderte Menschen kamen bislang ums Leben.

Am Sonntag waren schiitische Huthi-Rebellen weiter in die Hauptstadt Sanaa vorgerückt. Ungeachtet fortlaufender Verhandlungen über eine Waffenruhe hatten die Rebellen nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Masdar Online das Armee-Hauptquartier und einen Militärstützpunkt im Norden der Stadt gestürmt.

Bei dem Stützpunkt handelt es sich um das Hauptquartier einer eigentlich aufgelösten Division unter dem Kommando des ehemaligen Generals Ali Mohsen. Mohsen hatte unter dem 2012 zurückgetretenen Präsidenten Ali Abdullah Salih die Kämpfe gegen die Huthis angeführt. Er gilt als erbitterter Gegner des Huthi-Volksstamms und hatte mehrere Offensiven gegen den 2004 begonnenen Aufstand der Huthis geleitet.

jbe/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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meier_7 21.09.2014
1.
Ein Artikel ohne Substanz, natürlich wurden die Huthis seit Jahren bombardiert, sogar von der saudischen Luftwaffe. Grund für ihren Aufstand ist auch nicht iihre Religionszugehörigkeit, sondern ihre Diskriminierung und ökonomische Marginalisierung.
alafesh 21.09.2014
2.
Ja, über den Jemen hört man so gut wie nichts. Die Hungersnot dort z.B. im Schatten Saudi-Arabiens. Und die Amis werfen auch schon seit Jahren Bomben ab. Durch die absolut glaubwürdigen Despoten des Jemen werden sie immer wieder auf Al-Qaida-Nester hingewiesen. Und diese Karte sticht bekanntlich immer. Ein Schelm...
zekoazar 22.09.2014
3.
Der Inhalt der Nachricht ist sehr mangelhaft und schwach !! Von den friedlichen Demonstrationen der Millionen vom Volk seit 35 Tagen wurde nichts gesprochen. Der größte Teil des Volk wollte diese Reform der erfolglosen Regierung . Und von der grenzlosen Korruption der Regierung wurde auch kein Wort geschrieben. Klar ist die Führung von den Huthis ,aber Die sind vom Volk und sie fühlen mit dem Volk am meisten. Und dass die Rebellen genug stark um die Demonstranten Zivilisten zu beschützen ist das große Ehre für sie . Vielleicht sollte die internationale Gemeinde von ihnen die Menschenrechte lernen.
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