Sanierungspläne Britische Regierung will Großbanken aufspalten

Die britischen Banken RBS und Lloyds mussten mit Milliardenhilfen vor dem Kollaps gerettet werden - jetzt will die Regierung in London einzelne Geschäftsbereiche veräußern. Damit sollen Verbraucherbanken entstehen, die wieder das Vertrauen der Kunden genießen.


London - Die britische Regierung will weitere Banken im Staatsbesitz neu organisieren. Die profitablen Geschäftsbereiche der Royal Bank of Scotland (RBS) Chart zeigen und der Bankengruppe Lloyds Chart zeigen sollen veräußert werden, berichteten britische Medien am Sonntag. Zusammen mit der Zerschlagung der verstaatlichten Hypothekenbank Northern Rock will demnach Finanzminister Alistair Darling auf diese Weise drei neue Verbraucherbanken schaffen, in die Kunden wieder vertrauen.

Als mögliche Investoren für beide Banken kommen nur Käufer infrage, die kein Finanzinstitut in Großbritannien besitzen. Die Umstrukturierung des Bankenmarktes soll bis 2015 abgeschlossen sein.

RBS und Lloyds mussten mit staatlichen Milliardenkrediten vor dem finanziellen Kollaps gerettet werden. Die Steuerzahler besitzen RBS zu 70 Prozent, Lloyds zu 43,5 Prozent. Bei beiden Banken haben die Aktienbesitzer rechtliche Schritte angekündigt, um den Kursverfall infolge der Finanzkrise entschädigt zu bekommen.

sto/dpa



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