Für Österreichs Grüne Fernsehköchin Sarah Wiener will bei EU-Wahl kandidieren

Sie möchte sich für nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Ernährung einsetzen: Sarah Wiener hat bekannt gegeben, dass sie für die österreichischen Grünen bei der EU-Wahl antreten will.
Sarah Wiener

Sarah Wiener

Foto: Isa Foltin/ Getty Images

Von der Köchin zur Politikerin: Sarah Wiener will für die EU-Wahl im Mai kandidieren. Die Gastronomieunternehmerin bewirbt sich um den zweiten Listenplatz der österreichischen Grünen, wie sie in Wien bekannt gab.

Die Parteispitze unterstütze sie, aber die endgültige Entscheidung über ihre Kandidatur werde auf einem Parteikongress Mitte März getroffen, sagte Parteichef Werner Kogler bei einer Pressekonferenz. Die 56-jährige Österreicherin will sich besonders für nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Ernährung und Biodiversität einsetzen.

"Ich denke, dass das Thema uns alle angeht und der Eckpfeiler für unsere Existenz ist", sagte Wiener. Außerdem habe sie sich für das politische Engagement entschieden, weil ihr der wachsende Populismus in Europa Sorgen bereite.

Die Köchin sagte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA, sie habe sich gefreut, dass die Grünen sie gefragt hätten: "Das ist meine Wiege, auch wenn ich keine Parteizugehörigkeit habe."

Zu ihrer Rolle als Quereinsteigerin in die Politik sagte Wiener: "Ich bin auch aufgeregt und weiß, dass ich eine steile Lernkurve vor mir habe." In Zeiten, in der Berufspolitiker immer stärker in der Kritik stünden, sei es aber wichtig, dass auch Menschen aus der Zivilgesellschaft aufstünden und politische Verantwortung übernähmen.

Wieners Unternehmensgruppe betreibt unter anderem ein Restaurant im Berliner Museum Hamburger Bahnhof und produziert Bio-Lebensmittel. Österreichs Grüne sammelten bei der vorigen EU-Wahl 2014 14,5 Prozent der Stimmen und gewannen damit drei Sitze.

Derzeit kämpfen die Grünen jedoch ums Überleben, nachdem die Partei bei den österreichischen Wahlen 2017 unter vier Prozent blieb und deshalb aus dem Wiener Parlament flog. Ein Scheitern wäre für Wiener nach eigener Aussage aber auch kein Problem. "Das ist keine Sarah-Wiener-Persönlichkeitsnummer", sagte sie.

sen/dpa/AFP
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