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01. März 2019, 16:31 Uhr

Sohn von früherem Qaida-Chef

Saudi-Arabien entzieht Hamsa bin Laden die Staatsbürgerschaft

Osama bin Laden verlor seine saudi-arabische Staatsbürgerschaft 1994. Nun bürgert die Regierung in Riad auch seinen Sohn Hamsa aus.

Die USA haben erst am Donnerstag eine Million Dollar Kopfgeld auf Hamsa bin Laden ausgesetzt. Das Außenministerium in Washington geht davon aus, dass der Sohn des früheren Qaida-Chefs Osama bin Laden nach dem Tod seines Vaters eine führende Rolle in dem Terrornetzwerk eingenommen hat.

Wie jetzt bekannt wurde, geht auch Saudi-Arabien gegen den Mann vor. Das saudische Innenministerium hat ihm offenbar bereits Mitte Februar per Dekret die Staatsangehörigkeit entzogen. Das berichtet die saudische Zeitung Okaz mit Verweis auf das staatliche Amtsblatt Umm al-Kura.

Bin Laden soll mit Tochter von Mohammed Atta verheiratet sein

Hamsa bin Laden habe seit August 2015 in mehreren Botschaften im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen, heißt es aus Washington. Hamsa bin Laden war bereits Anfang 2017 auf die Terrorliste der USA gesetzt worden. Seinem Vater war 1994 die saudische Staatsbürgerschaft entzogen worden.

Es wird vermutet, dass Hamsa bin Laden mehrere Jahre mit seiner Mutter in Iran gelebt hat. Sein Halbbruder sagte im vergangenen Jahr der Zeitung "Guardian", dass Hamsa möglicherweise in Afghanistan lebe. Er sei mit der Tochter von Mohammed Atta verheiratet, dem Chef der Hamburger Terrorzelle. Atta war einer der Flugzeug-Attentäter vom 11. September 2001.

dop/dpa/AFP

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