Angriff auf saudi-arabische Ölraffinerien Huthi-Rebellen stellen Waffenruhe in Aussicht

Annäherung nach Raffinerie-Attacken: Die von Iran unterstützten Huthi-Milizen haben angekündigt, Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien einstellen zu wollen - formulieren jedoch eine Bedingung.

Die Huthi-Rebellen haben angekündigt, die Angriffe auf Saudi-Arabien einstellen zu wollen - auch die der Staatskonzern Saudi Aramco ist betroffen (Archivbild)
MARWAN NAAMANI / AFP

Die Huthi-Rebellen haben angekündigt, die Angriffe auf Saudi-Arabien einstellen zu wollen - auch die der Staatskonzern Saudi Aramco ist betroffen (Archivbild)


Frühzeitig hatten sich die Huthi-Rebellen zu den Angriffen auf wichtige saudi-arabische Ölraffinerien bekannt. Nun wollen sie offenbar ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien beenden - unter bestimmten Voraussetzungen.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 39/2019
Ein Fanatiker, ein Hitzkopf und der Unberechenbare: Was ein Krieg am Golf für die Welt bedeuten würde

"Wir hoffen, dass Riad positiv auf die Initiative reagiert", sagte Mahdi al-Maschat, Präsident des Obersten Politischen Rates der Huthis in einer Fernsehansprache.
Sollte Saudi-Arabien mit seinen Bombardierungen und Luftangriffen allerdings fortfahren, hätten die Huthis das Recht, darauf zu reagieren, warnte ihr politischer Anführer.


Die Huthis hatten sich zu den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien am vergangenen Wochenende bekannt. Die USA und Saudi-Arabien machen allerdings Iran für die Angriffe verantwortlich. Die Attacken mit Drohnen und Marschflugkörpern hatten die Ölproduktion Saudi-Arabiens zeitweise mehr als halbiert.

In seiner Fernsehansprache forderte Al-Maschat, umgehend die Blockade des Flughafens in Sanaa zu beenden und Schiffe in den Hafen von Hudaida nicht mehr abzufangen.

Die Huthis hatten vor fünf Jahren die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Sie kontrollieren große Teile des Nordjemens. Kurz darauf griff Saudi-Arabien zusammen mit anderen arabischen Staaten in den Konflikt ein. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt im Jemen als die aktuell schlimmste humanitäre Krise der Welt.

flg/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.