TV-Bericht über Satellitendaten Saudi-Arabien schickt 30.000 Soldaten an irakische Grenze

Das Königreich Saudi-Arabien hat nach Angaben eines TV-Senders bis zu 30.000 Soldaten in das Grenzgebiet zum Irak beordert. Satellitenbilder zeigen demnach Truppenbewegungen.
Saudi-arabische Truppen (Archivbild): Angeblich massiver Grenzaufmarsch

Saudi-arabische Truppen (Archivbild): Angeblich massiver Grenzaufmarsch

Foto: REUTERS

Bagdad/Riad - Saudi-Arabien hat zum Schutz seiner Grenze zum Irak eine gewaltige Truppenverlegung angeordnet. Rund 30.000 Mann sollen das Gebiet sichern, meldet der TV-Sender al-Arabija. Offenbar ist man in der Hauptstadt Riad überzeugt, dass die irakische Armee mit der Bewachung des Grenzgebiets nicht mehr betraut werden kann. Offiziell ist die Aktion allerdings noch nicht bestätigt.

Zuvor hatten Satellitenbilder gezeigt, dass mehrere Tausend irakische Soldaten ihre Posten in der Region verlassen hatten, so der Sender. Das Grenzgebiet von Saudi-Arabien, Irak und Syrien sei somit nicht mehr ausreichend gesichert.

Der Schwestersender al-Hadath strahlte Aufnahmen einer irakischen Grenzschutzkompanie aus. Deren Kommandeur sagte, er habe den Auftrag erhalten, seine Soldaten von den Grenzposten an der Grenze zu Saudi-Arabien abzuziehen. "Wir wissen nicht warum", sagte der Offizier. Eine unmittelbare Gefahr für seine Soldaten habe nicht bestanden.

Die Rebellen der Miliz "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (ISIS) hatten in den vergangenen Wochen im Irak große Gebiete eingenommen und die irakische Armee überrannt. In die Hauptstadt Bagdad sind die Kämpfer zwar nicht vorgedrungen. In den eroberten Regionen haben sie jedoch bereits strenge Regeln nach der islamischen Rechtsprechung (Scharia) verhängt.

jok/Reuters/AFP
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