Angriff der Huthi-Rebellen Saudi-Arabien verurteilt Drohnenangriff auf Öl-Pipeline

Mit bis zu sieben Drohnen haben jemenitische Huthi-Rebellen Ölanlagen in Saudi-Arabien attackiert. Zwei Pumpstationen brennen, der Transport des Rohstoffs ist unterbrochen.

Soldat im Jemen-Krieg (Symbolbild)
AFP

Soldat im Jemen-Krieg (Symbolbild)


In Saudi-Arabien sind zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih mit.

Durch den Angriff sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen und Sachschaden entstanden. Die Feuer seien aber unter Kontrolle.

Die Verantwortung für die Attacke übernahmen die schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Sieben Drohnen hätten Angriffe gegen wichtige Ziele in Saudi-Arabien ausgeführt, berichtete die jemenitische, von den Huthi kontrollierte Zeitung Al-Masirah.

Botschaft an Saudi-Arabien, die Feindseligkeiten einzustellen

Demnach habe es sich um Vergeltung für die kontinuierlichen Angriffe Saudi-Arabiens gegen den Jemen gehandelt. Die Rebellen erklärten, mit der Attacke habe man Saudi-Arabien eine Botschaft senden wollen, die Feindseligkeiten ihnen gegenüber einzustellen.

Energieminister Falih verurteilte den Angriff. Es sei nicht nur ein Attacke auf Saudi-Arabien, sondern auf die Sicherheit der Öltransporte in der gesamten Welt. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem auch aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden waren.

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Zehn-Länder-Koalition gegen die von Iran unterstützten Huthis. In dem seit Jahren dauernden Stellvertreterkrieg zahlt die Zivilbevölkerung in dem allein von Saudi-Arabien, dem Sultanat Oman und Wasser umgebenen Land für die Auseinandersetzung einen hohen Preis. Immer wieder weisen die Vereinten Nationen darauf hin, dass es sich beim Jemenkrieg um die derzeit schwerste humanitäre Krise der Welt handele.

cht/dpa/AP



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