Sawahiri-Botschaft Qaida-Vize verhöhnt Obama als "Hausneger"

Bin Ladens Stellvertreter beschimpft Barack Obama: In einer Reaktion auf die Wahl bezeichnet Qaida-Vizechef Aiman al-Sawahiri den künftigen US-Präsidenten als Erfüllungsgehilfen der Weißen. Den Kampf gegen Amerika will er unvermindert fortsetzen.


Sawahiri (Archivaufnahme). Beleidigungen gegen Obama
AFP / IntelCenter

Sawahiri (Archivaufnahme). Beleidigungen gegen Obama

Washington - Osama Bin Ladens Stellvertreter verhöhnt Barack Obama: In einer neuen Audio-Botschaft beleidigt Terrorchef Aiman al-Sawahiri den designierten US-Präsidenten als das "genaue Gegenteil" von "ehrbaren schwarzen Amerikanern" wie den Bürgerrechtlern Malcolm X.

Sawahiri bezeichnet Obama, den früheren Außenminister Colin Powell und die amtierende Außenminister Condoleezza Rice als "Hausneger", die lediglich die "Wünsche der Weißen" erfüllten.

Der kommende Chef im Weißen Haus werde die amerikanische Politik nicht verändern, erklärte Sawahiri in der Aufnahme weiter, die auf einschlägigen Web-Seiten al-Qaidas veröffentlicht wurde. Denn das Ziel Washingtons sei weiterhin die Unterdrückung von Muslimen und anderen.

Obama wurde auch wegen seiner Unterstützung für Israel kritisiert, und weil er sich von seinen muslimischen Wurzeln abgewandt habe. Gezeigt wurden Aufnahmen von Reden von Malcolm X und von Obama mit einer jüdischen Kopfbedeckung. Sawahiri sagte, der Plan der neuen US-Regierung, Soldaten aus dem Irak nach Afghanistan zu verlegen, sei zum Scheitern verurteilt. Die Afghanen würden Widerstand leisten.

Sawahiri drohte nicht mit konkreten Anschlägen. Die "kriminellen USA" müssten attackiert werden. Er warnte jedoch, dass Obama einem Heiligen Krieg gegenüberstehe, wenn er die Politik seines Vorgängers George W. Bush fortsetze.

als/AP/Reuters



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