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Schießerei Taliban töten 35 Bauarbeiter in Südafghanistan

Die Taliban haben in der südafghanischen Provinz Paktia ein Blutbad unter Straßenarbeitern angerichtet. Bei dem nächtlichen Angriff wurden mehr als 30 Menschen erschossen und viele weitere verletzt. Der Hintergrund der Attacke ist noch unklar.

Kabul - Die Serie brutaler Übergriffe der Taliban in Afghanistan reißt nicht ab. Bei einer Schießerei im Südosten des Landes sind mindestens 35 Bauarbeiter getötet worden. 24 weitere Mitarbeiter einer Straßenbaufirma wurden verletzt, wie örtliche Behörden am Donnerstag mitteilten. Noch immer werden mehr als zehn Arbeiter vermisst. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Attacke.

An dem Angriff seien mehr als hundert Aufständische beteiligt gewesen. Bei dem Feuergefecht zwischen privaten Sicherheitskräften und den Angreifern seien auch zehn Taliban getötet worden. Augenzeugen sprachen von mehr als 100 Angreifern, die die Arbeiter gegen Mitternacht attackiert hätten.

Die Überfallopfer waren mit dem Bau einer Straße beschäftigt. Warum die Taliban sie angriffen, ist bisher unklar. Die Angreifer seien mit gestohlenen Lastwagen geflohen, hieß es.

Die afghanische Provinz Paktia, in der sich der Vorfall ereignete, grenzt an das Nachbarland Pakistan. Immer wieder überqueren Taliban von dort aus die Grenze, um die internationale Schutztruppe Isaf und afghanische Sicherheitskräfte anzugreifen. Unternehmen gehörten zuletzt eher selten zu ihren Zielen.

jok/dpa/Reuters/dapd