Schiffbruch im Persischen Golf USA retten erneut Iraner aus Seenot

Innerhalb weniger Tage hat die US-amerikanische Marine erneut sechs Iraner gerettet. Sie hatten im Norden des Persischen Golfs Schiffbruch erlitten. Das Verhältnis zwischen Teheran und Washington bleibt angespannt.

Das iranische Handelsschiff "Ya-Hussayn": "Ohne Ihre Hilfe wären wir jetzt tot"
AFP

Das iranische Handelsschiff "Ya-Hussayn": "Ohne Ihre Hilfe wären wir jetzt tot"


Washington - Wenige Tage nach der Rettung von 13 iranischen Geiseln aus Piratenhand durch die US-Kriegsmarine, haben Amerikaner wieder sechs Iraner aus Seenot gerettet. Das iranische Handelsschiff "Ya-Hussayn" habe mit Leuchtsignalen auf seine bedrohliche Lage aufmerksam gemacht, hieß es. Der Maschinenraum sei überflutet und das Boot nicht mehr seetüchtig, teilte der iranische Kapitän mit.

Die US-Besatzung sei den Iranern sofort zu Hilfe gekommen und habe die sechs Besatzungsmitglieder der "Ya-Hussayn" an Bord des Patrouillenbootes genommen, teilte ein Marinesprecher mit. Das iranische Schiff hatte offenbar einen Motorschaden erlitten. Der Kapitän der "Ya-Hussayn" dankte den Amerikanern. "Ohne Ihre Hilfe wären wir jetzt tot", sagte er.

Erst am Donnerstag hatte die "USS Kid" in der Nähe der Straße von Hormus die 13-köpfige Besatzung des iranischen Schiffes "El Molai" befreit. Es war im November von Piraten gekapert worden. Der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast sprach von einer "humanitären Tat der US-Marine".

Die Beziehungen zwischen Teheran und Washington sind wegen des umstrittenen iranischen Atomprogrammes angespannt. Wiederholt drohte Iran mit einer Blockade der Straße von Hormus. Teheran verurteilte zudem einen US-Bürger wegen Spionage für den Geheimdienst CIA zum Tode.

nga/dapd/dpa/Reuters

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