Schussverletzungen Deutscher Soldat in Afghanistan getötet

Im Norden Afghanistans ist ein Soldat der Bundeswehr ums Leben gekommen. Der 21-Jährige war offenbar durch Schüsse aus einer Dienstwaffe schwer verwundet worden und verstarb während der folgenden Notoperation. Die Truppenführung sprach von einem "Unfall".


Berlin - Die Bundeswehr hat ein weiteres Todesopfer beim Einsatz in Afghanistan zu beklagen: Ein Soldat ist in einem Außenposten nördlich des Regionalen Wiederaufbauteams Pul-i-Khumri mit einer Schusswunde schwerverletzt aufgefunden worden. Dies teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam am Freitagabend mit.

Der 21-jährige Hauptgefreite sei per Hubschrauber in ein Feldlager transportiert worden und dort bei einer anschließenden Notoperation verstorben. Aus Bundeswehrkreisen hieß es, die Schüsse seien aus einer Dienstwaffe gefallen.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich vermutlich um einen "Unfall". Der genaue Vorgang müsse aber noch untersucht werden. Pul-i-Khumri liegt in der an Kundus angrenzenden Provinz Balch.

Zuletzt hatte es Anfang Oktober ein Todesopfer unter den deutschen Truppen in Afghanistan gegeben. Damals wurde bei einem Selbstmordanschlag auf die deutsche Isaf-Einheit nördlich des Regionalen Wiederaufbauteams in Pul-i-Khumri ein Soldat getötet. Sechs weitere Soldaten wurden bei dem Attentat verwundet.

jok/AFP

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