Trump-Berater und Schwiegersohn Familie von Kushner wirbt in China um Investoren

Die Schwester von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bemüht sich laut US-Medien um Geschäftsbeziehungen in China. Mit Verweis auf ihren Bruder im Weißen Haus versucht sie, Investoren von dem umstrittenen Deal zu überzeugen.
Jared Kushner, US-Präsident Donald Trump in Washington

Jared Kushner, US-Präsident Donald Trump in Washington

Foto: Kevin Lamarque/ REUTERS

Der Präsidentenfamilie der USA wird erneut ein möglicher Interessenskonflikt vorgeworfen. Die Schwester von Trump-Berater Jared Kushner bemüht sich in China gerade um Investoren für ein 150-Millionen-Dollar-Projekt in den USA, wie die "New York Times" berichtet . Mit dem Geld soll der Bau von Luxusappartements in New Jersey finanziert werden.

Kushner, der mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, war im Januar von seinem Posten als Chef des Familienunternehmens Kushner Companies zurückgetreten, um Berater seines Schwiegervaters zu werden. Als solcher übt er großen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik der USA aus. Seine Frau hatte öffentlich schon mehrfach ihre Nähe zu China deutlich gemacht. Die gemeinsame fünfjährige Tochter von Kushner und Trump lernt seit Jahren Mandarin.

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In ihrer Rede vor mehr als hundert Investoren im Pekinger Ritz-Carlton-Hotel erwähnte Nicole Kushner Meyer die Rolle ihres Bruders als ehemaliger Chef von Kushner Companies, wie die "New York Times" schreibt. "Das Projekt bedeutet meiner ganzen Familie viel", soll sie in Peking beteuert haben. Der Plan für "Kushner 1" sieht zwei große Türme vor mit fast 1500 Wohnungen und einem Tierzentrum; Baustart des Projekts soll 2018 sein.

Noch ein weiteres Detail des Deals könnte für Ärger sorgen: Den Berichten zufolge soll das Geschäft mit den chinesischen Investoren im Zuge des Visaprogramms EB-5 der US-Regierung erfolgen. Dieses verhilft Ausländern, die in ein US-Wirtschaftsunternehmen investieren, zu einer Green Card, um ständige Einwohner und letztlich Bürger der Vereinigten Staaten zu werden. Im Gegenzug müssen sie zehn Arbeitsplätze schaffen. Kritiker sehen darin ein Programm zum käuflichen Erwerb der US-Staatsbürgerschaft.

Die Firma der Kushners wollte am Sonntag auch in Shanghai sowie in den südchinesischen Städten Shenzen und Guangzhou für Investitionen werben, hieß es seitens der chinesischen Migrationsbehörde Qwos. Die Sprecherin des US-Unternehmens wollte sich auf Anfrage der "New York Times" nicht dazu äußern.

vks/AFP

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