Trump-Berater und Schwiegersohn Familie von Kushner wirbt in China um Investoren
Jared Kushner, US-Präsident Donald Trump in Washington
Foto: Kevin Lamarque/ REUTERSDer Präsidentenfamilie der USA wird erneut ein möglicher Interessenskonflikt vorgeworfen. Die Schwester von Trump-Berater Jared Kushner bemüht sich in China gerade um Investoren für ein 150-Millionen-Dollar-Projekt in den USA, wie die "New York Times" berichtet . Mit dem Geld soll der Bau von Luxusappartements in New Jersey finanziert werden.
Kushner, der mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, war im Januar von seinem Posten als Chef des Familienunternehmens Kushner Companies zurückgetreten, um Berater seines Schwiegervaters zu werden. Als solcher übt er großen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik der USA aus. Seine Frau hatte öffentlich schon mehrfach ihre Nähe zu China deutlich gemacht. Die gemeinsame fünfjährige Tochter von Kushner und Trump lernt seit Jahren Mandarin.
Arabella singing a song she learned for #ChineseNewYear. Wishing everyone an amazing year to come during these days of celebration. 新年快乐! pic.twitter.com/jxHHLvhmzm
— Ivanka Trump (@IvankaTrump) February 2, 2017
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
In ihrer Rede vor mehr als hundert Investoren im Pekinger Ritz-Carlton-Hotel erwähnte Nicole Kushner Meyer die Rolle ihres Bruders als ehemaliger Chef von Kushner Companies, wie die "New York Times" schreibt. "Das Projekt bedeutet meiner ganzen Familie viel", soll sie in Peking beteuert haben. Der Plan für "Kushner 1" sieht zwei große Türme vor mit fast 1500 Wohnungen und einem Tierzentrum; Baustart des Projekts soll 2018 sein.
Noch ein weiteres Detail des Deals könnte für Ärger sorgen: Den Berichten zufolge soll das Geschäft mit den chinesischen Investoren im Zuge des Visaprogramms EB-5 der US-Regierung erfolgen. Dieses verhilft Ausländern, die in ein US-Wirtschaftsunternehmen investieren, zu einer Green Card, um ständige Einwohner und letztlich Bürger der Vereinigten Staaten zu werden. Im Gegenzug müssen sie zehn Arbeitsplätze schaffen. Kritiker sehen darin ein Programm zum käuflichen Erwerb der US-Staatsbürgerschaft.
Die Firma der Kushners wollte am Sonntag auch in Shanghai sowie in den südchinesischen Städten Shenzen und Guangzhou für Investitionen werben, hieß es seitens der chinesischen Migrationsbehörde Qwos. Die Sprecherin des US-Unternehmens wollte sich auf Anfrage der "New York Times" nicht dazu äußern.