Projekt von Google und UNHCR Auf der Suche nach Syrien

Der Syrienkrieg wütet seit mehr als sechs Jahren. Nun wollen Google und das Uno-Flüchtlingshilfswerk die fünf häufigsten Fragen zu der Krise in einem interaktiven Projekt beantworten.
Projekt "Searching for Syria" von UNHCR und Google

Projekt "Searching for Syria" von UNHCR und Google

Foto: UNHCR

Wie war Syrien vor dem Krieg?

Was passiert in Syrien?

Was ist ein Flüchtling?

Wohin fliehen die syrischen Flüchtlinge?

Wie kann ich den syrischen Flüchtlingen helfen?

Das sind laut Google die fünf häufigsten Fragen, die Internetnutzer weltweit zur syrischen Flüchtlingskrise stellen. Auf der Website "Searching for Syria"  wollen Google und das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR diese Fragen ab sofort in mehreren Sprachen beantworten: auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und demnächst auch Arabisch.

Die präsentierten Informationen sind manchmal banal. Beispiel: Die häufigsten Suchbegriffe im Vorkriegsjahr 2010 waren Arab Idol, Bodybuilding, Sommermode und Miley Cyrus. Aber genau deshalb geben sie einen anschaulichen Eindruck vom Syrien vor Beginn der Kämpfe. Einem Land, in dem sich die Träume und Interessen der Menschen kaum von denen in vielen anderen Ländern unterschieden.

Mit Hilfe von 360-Grad-Panoramafotos und Drohnenaufnahmen zeigt "Searching for Syria", dass davon heute nicht mehr viel übrig geblieben ist. Das Projekt stellt mehrere Einzelschicksale vor, die stellvertretend für Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge stehen.

"'Searching for Syria' versucht die Mythen und Missverständnisse rund um Syrien und die Flüchtlinge zu auszuräumen und bietet einen ganz neuen Blick auf die größte humanitäre Tragödie unserer Zeit", sagt Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen.

Ein Mythos, mit dem UNHCR und Google aufräumen, ist der, dass die meisten Syrer nach Europa geflüchtet sind. "Searching for Syria" stellt klar: 94 Prozent der syrischen Flüchtlinge haben in den Nachbarländern Zuflucht gefunden.

syd
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