Selbstmordanschläge Zwei Autobomben töten Dutzende im Jemen

Im Jemen sind bei der Explosion zweier Autobomben Dutzende Menschen ums Leben gekommen, auch Kinder in einem Schulbus starben. Der Angriff soll einem Schiiten-Anführer gegolten haben.

Explosion einer der Autobomben: Dutzende starben bei Anschlägen im Jemen
AP/dpa

Explosion einer der Autobomben: Dutzende starben bei Anschlägen im Jemen


Rada - Bei einem Selbstmordanschlag im Jemen sind am Dienstag mindestens 25 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen 15 Kinder sein. Der Schulbus war schwer von einer Autobombe getroffen wurde, hieß es aus Kreisen der Sicherheits- und Rettungskräfte. Der Anschlag in der zentraljemenitischen Stadt Rada habe einem Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen gegolten, sagte ein Vertreter der örtlichen Sicherheitskräfte. Er machte mutmaßliche al-Qaida-Anhänger für die Tat verantwortlich. Kurz nach der Explosion sei eine weitere Autobombe vor einem Wohnhaus gezündet worden.

Der Jemen wird seit dem Sturz von Staatschef Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Schiitische Milizen brachten in den vergangene Monaten die Hauptstadt Sanaa und auch Teile von Rada unter ihre Kontrolle. Im Namen der schiitischen Minderheit fordern die Aufständischen mehr politische Mitsprache.

Der Vormarsch der Huthi-Rebellen stößt aber auf den Widerstand sunnitischer Stammesmilizen, die gemeinsam mit al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) gegen die Schiiten kämpfen. In Rada waren bereits vor etwa einem Monat bei einem Bombenanschlag auf einen schiitischen Stammesführer dutzende Menschen getötet worden.

mia/afp/dpa



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