Afghanistan Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Moschee

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Moschee in Afghanistan Dutzende Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern sind zahlreiche Sicherheitskräfte. Das Attentat in der Provinz Farjab ereignete sich zu Beginn des islamischen Opferfests.


Kabul - Die höchsten islamischen Feiertage haben in Afghanistan blutig begonnen. Ein Selbstmordattentäter hat am Freitag während eines Gebets zum Auftakt des Opferfests in einer Moschee in Afghanistan mindestens 41 Menschen getötet. Bei dem Anschlag in der Stadt Maimana im Norden des Landes seien zudem mindestens 35 Gläubige verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Farjab.

An dem Gebet sollen führende Politiker und Sicherheitsbeamte der Region teilgenommen haben, darunter auch der Gouverneur selbst. Unter den Todesopfern seien 23 Polizisten. Auch der Attentäter, der seinen Sprengsatz zum Ende des Gebets gezündet habe, soll eine Uniform der Sicherheitskräfte getragen haben.

Abdul Satar Barez, stellvertretender Provinzgouverneur in Farjab, sagte SPIEGEL ONLINE, dass der Kommandeur der schnellen Eingreiftruppe der Polizei bei dem Anschlag getötet worden sei. Der Polizeichef der Provinz sei verwundet worden.

Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand. Ähnliche Attentate wurden jedoch in der Vergangenheit von den islamistischen Taliban verübt. Zuletzt hatte sich in der Stadt im Mai dieses Jahres ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mindestens zehn Menschen in den Tod gerissen. Am Donnerstag verkündete die Provinzregierung, dass der sogenannte Schattengouverneur der Taliban in Farjab getötet worden sei.

Mainama liegt etwa 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kabul nahe der Grenze zu Turkmenistan. In dem Ort und der Provinz Farjab hat die Isaf die Sicherheitsverantwortung vollständig an die Afghanen übergeben. Afghanistans Präsident Hamid Karzai hatte in seiner Ansprache zum Opferfest die Aufständischen aufgefordert, "die Zerstörung unserer Moscheen, Krankenhäuser und Schulen" zu beenden.

syd/dpa/Reuters



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Seite 1
stefbar_ 26.10.2012
1.
Zitat von sysopEin Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Moschee in Afghanistan Dutzende Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern sind zahlreiche Sicherheitskräfte. Das Attentat in der Provinz Farjab ereignete sich zu Beginn des islamischen Opferfestes. Selbstmordattentäter in Afghanistan tötet viele Menschen bei Anschlag - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/selbstmordattentaeter-in-afghanistan-toetet-viele-menschen-bei-anschlag-a-863526.html)
Was soll man darüber diskutieren? Wenn irgendwelche Neonazis terrorisierend durch die Lande ziehen, gibt es dazu auch kein Forum, da die Meinung dazu klar ist. Soll es hier tatsächlich jemanden geben, der der Meinung ist ,dass diese Anschläge gut sind oder so etwas? Manchmal verstehe ich es nicht oder soll das Forum wieder einmal dazu dienen die Leute aufzuhetzen und die wildesten Vorurteile weiter zu bekräftigen? Fragen über Fragen...
neurobi 26.10.2012
2.
Zitat von sysopEin Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Moschee in Afghanistan Dutzende Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern sind zahlreiche Sicherheitskräfte. Das Attentat in der Provinz Farjab ereignete sich zu Beginn des islamischen Opferfestes. Selbstmordattentäter in Afghanistan tötet viele Menschen bei Anschlag - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/selbstmordattentaeter-in-afghanistan-toetet-viele-menschen-bei-anschlag-a-863526.html)
Während bei den amerikanischen Drohnenangriffen zivile Opfer vermieden werden sollen, was zugegebenermaßen oft nicht gelingt, wurde hier von Radikalislamisten wieder gezielt getötet. Wann merken die Afghanen endlich, wer der gefährlichere Feind ist und bekämpfen ihn. Wenn sie die Islamisten abschütteln würden, wären auch die Amerikaner und ihre Verbündeten ganz schnell weg.
taglöhner 26.10.2012
3.
Zitat von neurobiWährend bei den amerikanischen Drohnenangriffen zivile Opfer vermieden werden sollen, was zugegebenermaßen oft nicht gelingt, wurde hier von Radikalislamisten wieder gezielt getötet. Wann merken die Afghanen endlich, wer der gefährlichere Feind ist und bekämpfen ihn. Wenn sie die Islamisten abschütteln würden, wären auch die Amerikaner und ihre Verbündeten ganz schnell weg.
Afghanistan ist zu arm, um sich einen Sicherheitsapparat zu leisten, der das repressiv in den Griff bekommt. Solange es Menschen gibt, die wirklich glauben, dass sie für solches Tun in einem Paradies belohnt werden, geht das weiter. Es gilt die zu packen, die dieses Gift in die Köpfe tragen. Und zwar rigoros. Das heißt nicht weniger als: Madrassen schließen, Salafistenprediger zum Schweigen bringen, die wahabitische Mission der Saudis stoppen. Ich sehe keine ernsthafte Initiative in diese Richtung.
caecilia_metella 26.10.2012
4. Überwinden
kann man feindliches Denken bzw. negatives, mit dem auch Depressionen und Selbstmordgedanken einhergehen, auch dadurch, dass man Gott als konstruktive Kraft versteht. Sollte man schon, wenn man Gott doch ständig als Schöpfer propagiert.
spon-facebook-10000051328 26.10.2012
5. SPON Lügen
SPON schreibt: ´´Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand. Ähnliche Attentate wurden jedoch in der Vergangenheit von den islamistischen Taliban verübt.´´ Eine Moschee, muslimischer Feiertag, streng religiöse Taliban klar, logisch, pöse Taliban waren das , na sicher.
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