Anschlag in Afghanistan Selbstmordattentäter richtet Blutbad auf Basar an

Der Selbstmordattentäter kam auf einem Motorrad. Mitten auf einem Basar in der afghanischen Stadt Khost zündete der Taliban eine Bombe. Mindestens 20 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Unter den Opfern sind auch Angehörige der Schutztruppe Isaf.

Anschlag in Khost: Die meisten Opfer sind Zivilisten
DPA

Anschlag in Khost: Die meisten Opfer sind Zivilisten


Kabul - Ein Selbstmordattentäter hatten auf einem Basar in der Stadt Khost im Osten Afghanistans mindestens 17 Afghanen und drei Isaf-Soldaten mit in den Tod gerissen. Mindestens 60 weitere Menschen wurden verletzt.

Der Attentäter sei auf einem Motorrad unterwegs gewesen und habe sich auf dem belebten Markt in die Luft gesprengt, teilte die Regierung der Provinz Khost mit. Auf dem Basar patrouillierten Isaf-Soldaten und afghanische Sicherheitskräfte gemeinsam zu Fuß. Die Provinzregierung machte "Feinde des Friedens und Afghanistans" für das Attentat verantwortlich. Damit umschreiben afghanische Behörden Aufständische wie die Taliban. Die Radikalislamisten bekannten sich später denn auch zu dem Anschlag.

Die Isaf und die örtlichen Behörden teilte mit, bei den afghanischen Todesopfern handele es sich um zehn Zivilisten, sechs Polizisten und einen Isaf-Übersetzer. In Khost sind vor allem Amerikaner eingesetzt.

Bei einem Luftschlag in der ostafghanischen Provinz Nangarhar wurden nach Isaf-Angaben der Taliban-Kommandeur des Distrikts Schersad sowie ein weiterer Aufständischer getötet. Der Anführer habe Angriffe gegen afghanische und ausländische Sicherheitskräfte koordiniert.

als/dpa

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