Separatisten Zahlreiche Tote bei Kämpfe im Südjemen

Bei Kämpfen zwischen Separastisten und Sicherheitskräften sind im Jemen bis zu 16 Menschen getötet worden. Auslöser war eine Demonstration für die Unabhängigkeit des südlichen Landesteils.


Sanaa - Es war eine Schießerei auf offener Straße. Wieviele Menschen dabei genau ums Leben kamen, ist unklar. Die Angaben schwanken zwischen zehn und 16 Toten, darunter auch Zivilisten. Viele weitere Menschen sollen verletzt worden sein.

Zu den Gefechten kam es, als Regierungstruppen eine Demonstration von Anhängern des islamistischen Würdenträgers Tarek el Fadhli unterbinden wollten. Bewaffnete hätten die örtliche Polizeiwache und andere Einrichtungen der Stadt mit Granaten beschossen, sagte ein Behördenvertreter. Der Islamist kämpft für eine Loslösung Südjemens.

Die Regierungstruppen hätten scharf zurückgeschossen, um die Menge zu vertreiben, berichteten Augenzeugen. Die Armee habe Granaten abgefeuert. Das Haus Fadhlis sei voll getroffen worden. Dschinsibar ist die Provinzhauptstadt. Die Stadt war am Donnerstag komplett abgeriegelt. Zeitweise war das Telefonnetz lahmgelegt.

Der Nord- und der Südjemen hatten sich 1990 vereinigt. 1994 war ein bewaffneter Aufstand von südjemenitischen Separatisten, die die Vereinigung rückgängig machen wollten, nach zehn Wochen von nordjemenitischen Truppen niedergeschlagen worden.

ler/AFP/dpa



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