Serbien Djindjic soll Ministerpräsident werden

Wenn die Demokratische Opposition Serbiens (DOS) bei den Parlamentswahlen am 23. Dezember gewinnt, wird Zoran Djindjic Regierungschef. Darauf hat sich die Oppositionsbewegung geeinigt.


Zoran Djindjic
AP

Zoran Djindjic

Belgrad - Die DOS-Politiker hätten sich außerdem auf eine Sitzverteilung innerhalb ihrer gemeinsamen Wahlliste aus 18 Gruppierungen geeinigt, meldete die Belgrader Nachrichtenagentur Beta weiter. Die führenden Vertreter des Bündnisses wollten bald eine Übereinkunft unterzeichnen, nachdem sich DOS-Führer in der Nacht zum Donnerstag für mehrere Stunden getroffen hatten.

Die Demokratische Partei von Djindjic (DS) und die Demokratische Partei Serbiens (DSS) des neuen jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica sollen jeweils 26 Prozent der Kandidaten für das serbische Parlament nominieren, keine DOS-Partei aber weniger als zwei Prozent.

Das Bündnis will laut Agenturangaben wieder als "DOS - Vojislav Kostunica" antreten, wie bei den Wahlen im September, nach denen der jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic gestürzt worden war. Meinungsumfragen sagen der DOS bisher einen Wahlsieg mit 60 Prozent der Stimmen in der dominierenden jugoslawischen Teilrepublik Serbien voraus.



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