Brüssel Serbischer Nato-Botschafter stürzt in den Tod

Serbiens Nato-Botschafter Milinkovic ist bei einem Sturz von einem Parkdeck in Brüssel ums Leben gekommen. Möglicherweise handelte es sich um Selbstmord - das serbische Außenministerium bestätigte in einer Mitteilung lediglich den "tragischen Tod" des Diplomaten.


Brüssel - Er stand auf einem rund zehn Meter hohen Parkdeck am Brüsseler Flughafen, als er plötzlich in die Tiefe stürzte: Der serbische Nato-Botschafter Branislav Milinkovic ist am Mittwoch ums Leben gekommen.

Die Hintergründe seien nicht bekannt, berichtete die serbische Zeitung "Blic". Das serbische Außenministerium bestätigte in einer Mitteilung lediglich den "tragischen Tod" des Botschafters in Brüssel. Ein Flughafensprecher hatte zuvor gesagt, dass es sich möglicherweise um Selbstmord handele. Auch ein Diplomat hatte erklärt, dass Milinkovic plötzlich von der Plattform gesprungen sei, wo er zusammen mit der serbischen Delegation auf Vertreter des Außenministeriums gewartet habe.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sei "tief betrübt" über den Tod des serbischen Botschafters, teilte eine Sprecherin am Rande des Nato-Außenministertreffens in Brüssel mit. Serbien ist kein Mitglied der Militärallianz, gehört aber zu den Nato-Partnerländern und eröffnete im Jahr 2010 ein Vertretungsbüro bei dem Bündnis.

Milinkovic galt als besonders freundlich und stets gut gelaunt. Während des Außenministertreffens habe er nicht den Eindruck erweckt, als laste irgendein Problem auf ihm, sagten Diplomaten. Die Nato-Außenminister beraten derzeit in Brüssel über ihre Afghanistan-Strategie.

hen/dpa/dapd/AFP

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