Shelter Now Half Libyen bei der Freilassung?


Kairo - Die Freilassung der acht ausländischen Shelter-Now-Mitarbeiter in Afghanistan ist nach Informationen des arabischen TV-Senders al-Dschasira durch Vermittlung der libyschen Gaddafi-Stiftung zu Stande gekommen. Das berichtete der Korrespondent des Senders in Islamabad unter Berufung auf Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Pakistan.

Das Auswärtige Amt hatte eine Beteiligung Libyens dementiert, nachdem die karitative Stiftung erklärt hatte, sie habe entscheidenden Anteil an der Freilassung der Helfer gehabt, unter denen auch vier Deutsche waren. "Uns ist nichts dergleichen bekannt", hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Zu Monatsbeginn hatte der Vorsitzende der Gaddafi-Stiftung, Saif al-Islam al-Gaddafi, der Sohn von Staatschef Muammar al-Gaddafi, Berlin libysche Hilfe bei der Freilassung der Shelter-Now-Mitarbeiter angeboten. Die westlichen Helfer waren von den Taliban wegen angeblicher christlicher Missionierung inhaftiert worden. Die libysche Wohlfahrtsorganisation hatte im vergangenen Jahr das Lösegeld für die Geiseln der Abu-Sayyaf-Rebellen auf den Philippinen, darunter die Göttinger Familie Wallert, bezahlt.



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