Japans Premier Abe bei Trump "Es hat eine Menge Verwirrung gegeben"

Als erster ausländischer Regierungschef will Shinzo Abe mit dem frisch gewählten Donald Trump zusammentreffen. Doch kurz vor dem Termin ist unklar, wer wann wo mit wem sprechen soll. Die japanische Delegation ist verstimmt.
Shinzo Abe (Archivbild)

Shinzo Abe (Archivbild)

Foto: Shizuo Kambayashi/ AP

Am Donnerstag will sich der künftige US-Präsident Donald Trump in New York mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe treffen. Die Vorbereitung des Termins läuft allerdings kompliziert: Noch am Tag vor dem Arbeitstreffen erklärten Abes Vertreter, es sei unklar, wann genau und an welchem Ort in New York die Begegnung stattfinde.

Es stehe zudem nicht fest, wer genau eingeladen ist und teilweise auch, wen die japanische Seite bei Fragen kontaktieren kann. "Es hat eine Menge Verwirrung gegeben", verlautete aus Regierungskreisen.

Abes Besuch wäre das erste persönliche Zusammentreffen Trumps mit einem ausländischen Staats- oder Regierungschef seit seinem Wahlsieg in der vergangenen Woche. Der US-Republikaner wird sich Beratern zufolge dabei bemühen, die Sorgen des engen US-Verbündeten zu zerstreuen. Trump fordert seit Jahren, dass Länder wie Japan mehr für ihre Verteidigung tun müssten und sich weniger stark auf die USA verlassen dürften.

Trumps Team ließ am Mittwoch Fragen zu Abes Besuch unbeantwortet. Der Geschäftsmann selbst erklärte auf Twitter, die Übergabe der Amtsgeschäfte laufe reibungslos. Er habe bereits mit mehr als 30 Staats- und Regierungschefs per Telefon gesprochen.

Trump wird nach bisheriger Planung die Regierung von seinem Vorgänger Barack Obama am 20. Januar übernehmen. Der frühere Reality-TV-Star hat noch nie in einem Regierungsamt oder als Abgeordneter gearbeitet.

cht/Reuters
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