Gericht in Kairo Sieben Christen in Ägypten zum Tode verurteilt

Sie sollen an dem Schmähfilm "Die Unschuld der Muslime" beteiligt gewesen sein: Ein ägyptisches Gericht in der Hauptstadt Kairo hat sieben Christen in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihnen wird Beleidigung des Islam und des Propheten Mohammed vorgeworfen.

Kairo - Wegen ihrer Beteiligung an einem Schmähfilm über den Propheten Mohammed hat ein ägyptisches Gericht sieben Christen in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Angeklagten hätten den Islam beleidigt, indem sie sich an der Herstellung und Vertreibung des Films beteiligt hätten, sagte der Kairoer Richter Saif al-Nasr Soliman.

Der amateurhaft gemachte und in den USA hergestellte Film "Die Unschuld der Muslime" war im September im Internet aufgetaucht. In zahlreichen Ländern kam es deswegen zu gewaltsamen Protesten gegen Einrichtungen der USA und anderer Länder des Westens. Im Sudan wurde die deutsche Botschaft gestürmt.

Der Produzent des Schmähvideos wurde von einem US-Gericht kürzlich zu zwölf Monaten Haft verurteilt. Der 55-Jährige hatte gegen vier von acht Bewährungsauflagen verstoßen. Seine Verstöße hatten aber den Angaben zufolge nichts mit seinem umstrittenen Film zu tun.

hen/Reuters
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