Gelbwesten und Terrorgefahr Pariser Polizei rüstet sich für Silvester

Menschen auf den Champs-Élysées an Silvester 2017
Foto: GUILLAUME SOUVANT/ AFPFrankreichs Hauptstadt bereitet sich mit strengen Sicherheitsvorkehrungen auf den Jahreswechsel vor. Am Silvesterabend sollen in Paris rund 12.000 Polizisten im Einsatz sein, kündigte Polizeipräfekt Michel Delpuech am Montag in einem Interview des TV-Senders LCI an. Hinzu kämen 6000 weitere Kräfte, darunter Feuerwehrleute und Ersthelfer. Im ganzen Land sind nach Angaben des Innenministeriums mehr als 147.000 Kräfte im Einsatz.
Die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées, wo Hunderttausende Feiernde erwartet werden, wird die Polizei wieder besonders intensiv sichern. Jede Person, die den Boulevard betreten will, werde vorher kontrolliert, so Delpuech. Glasflaschen oder Pyrotechnik seien verboten. Auf dem Boulevard wird der Jahreswechsel mit einem Feuerwerk am Triumphbogen gefeiert.
Ansonsten herrscht in Paris wie jedes Jahr Feuerwerks- und Böllerverbot. Auch in anderen europäischen Hauptstädten wie Rom oder Wien - und neuerdings auch in Teilen der Innenstadt Hannovers - darf privat nicht geböllert werden. Berlin tut sich mit einem Verbot hingegen schwer.
Neben der in Frankreich andauernden terroristischen Bedrohung sind die Sicherheitskräfte auch mit angekündigten Demonstrationen der Gelbwesten gegen die Reformpolitik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron konfrontiert. Die Protestgruppe hat unter anderem für die Silvesterfeierlichkeiten auf den Champs-Élysées eine Demonstration angekündigt.
Auf Facebook ist von einem "festlichen und gewaltfreien" Protest die Rede. Bis zum Montagmittag haben knapp 9000 Menschen auf der Plattform ihre Teilnahme angekündigt. Bei Demonstrationen der Gelbwesten hatte es in den vergangenen Wochen in Paris schwere Ausschreitungen gegeben.