Treffen in Russland Berlusconi besucht Putin auf der Krim

Die beiden Politiker Silvio Berlusconi und Wladimir Putin verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft - nun hat es ein Wiedersehen auf der Krim gegeben.

Berlusconi und Putin (Archivbild): Regelmäßige Treffen
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Berlusconi und Putin (Archivbild): Regelmäßige Treffen


Der Besuch soll als Zeichen der Unterstützung gewertet werden: Italiens ehemaliger Premier Silvio Berlusconi hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim besucht. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte eine entsprechende Einladung ausgesprochen, berichtet die US-Nachrichtenagentur AP.

Der Agentur Tass zufolge verbrachte Berlusconi die ersten beiden Tage seines Besuchs in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi, am Freitag reiste er demnach weiter Sewastopol auf der Krim, um dort einen italienischen Soldatenfriedhof zu besuchen.

Bei dem Treffen zwischen Berlusconi und Putin ging es hauptsächlich um die Krimkrise, wie unter anderem die italienische Zeitung "La Repubblica" meldet. Der Termin stand demnach schon seit Längerem fest.

Die beiden konservativen Politiker treffen sich regelmäßig, zuletzt kam Berlusconi im Juni zu einem Treffen mit Putin ins russische Altai-Gebirge an der Grenze zu Kasachstan. Der Italiener hatte seinen russischen Freund mitsamt Familie im Gegenzug in seiner Villa auf Sardinien empfangen. Ein weiteres Treffen fand im Sommer in Rom statt.

vks/mxw/AP

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LUAP 11.09.2015
1. Mensch KLasse,
da fehlt ja nur noch Gerhard Schröder und die Troika kann ein rauschendes Alumni Fest feiern. Wenn es nicht so unendlich traurig wäre, wäre es fast komisch.
jwcotton 11.09.2015
2. Zwei Witzfiguren
Da treffen sich schon die beiden richtigen, da können sie sich ja gegenseitig bestärken, daß Recht nur für die anderen gilt nicht für sie beide. Zwei völlig unseriöse Figuren, kann man nur hoffen daß Putin irgendwann mindestens das Schicksal Berlusconis ereilt vor Gericht zu stehen sein eigenes Volk betrogen und sich privat bereichert zu haben. Die Krim ist und bleibt völkerrechtlich die Ukraine.
m.gu 11.09.2015
3. Vielleicht ist es Anfang um den IS empfindlich zu schlagen
Dieser Besuch seitens Berlusconi ist empfehlenswert. Putin schaut sich diese Dramen, die sich gerade in Syrien und Irak abspielen, nicht länger an. Der IS tötet jeden, der nicht an der Seite des IS kämpfen will oder sich dem Terror unterwirft und vertreibt Millionen Menschen aus den eroberten Gebieten. Da der Westen nicht für einen gemeinsamen Kampf gegen den IS einlenken will, wird er wohl allein handeln müssen. Berlusconi, als alter Fuchs, wird vielleicht eine Allianz zu mindestens zwischen Russland und Italien schmieden können. Ohne den Einsatz von Bodentruppen ist ein Sieg über die Horden des IS nicht möglich-
Zaunsfeld 11.09.2015
4.
Zitat von m.guDieser Besuch seitens Berlusconi ist empfehlenswert. Putin schaut sich diese Dramen, die sich gerade in Syrien und Irak abspielen, nicht länger an. Der IS tötet jeden, der nicht an der Seite des IS kämpfen will oder sich dem Terror unterwirft und vertreibt Millionen Menschen aus den eroberten Gebieten. Da der Westen nicht für einen gemeinsamen Kampf gegen den IS einlenken will, wird er wohl allein handeln müssen. Berlusconi, als alter Fuchs, wird vielleicht eine Allianz zu mindestens zwischen Russland und Italien schmieden können. Ohne den Einsatz von Bodentruppen ist ein Sieg über die Horden des IS nicht möglich-
Wovon träumen Sie nachts? Putin ist doch der IS und dass dieser Millionen Menschen vertreibt und Tausende tötet, völlig egal. Putins einziges Interesse in Syrien liegt in der russischen Marinebasis in Tartus an der syrischen Mittelmeerküste. Er will verhindern, dass der IS in die Nähe dieser Basis kommt oder sie gar erobert. Putin will nur einfach seine Marinebasis nicht verlieren. Das ist alles. Der Rest ist ihm egal. Über die Sicherung dieser Basis hinaus wird Putin nichts wesentliches in Syrien unternehmen.
sunnebo 11.09.2015
5. @m.gu
Laut Beitrag ging es doch im Gespräch dieser beiden Top-Demokraten um die "Krimkrise" - und nicht um Syrien? Und was letzteres angeht: primär geht es dem Putin-Regime darum, das Assad-Regime zu stützen, und da kämpfen die Russen gegen alle Assad-Gegner, nicht nur gegen den IS. Und Berlusconi wird garantiert keine Allianz zwischen Russland und Italien schmieden können, da hieße der Ansprechpartner Renzi, der gerade versucht, die Hinterlassenschaften Berlusconis innen- und wirtschaftspolitisch aufzuräumen.
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