Ägypten Dschihadisten töten viele Soldaten auf dem Sinai

Im Norden der Halbinsel Sinai haben islamistische Terroristen Armeeposten angegriffen und mindestens 15 ägyptische Soldaten getötet. Es gibt außerdem viele Verletzte.

Bewaffnete Extremisten haben im Norden des Sinai blutige Angriffe verübt. Die Attacken in der Umgebung der Ortschaften Scheich Suwaid und Rafah seien offenbar koordiniert gewesen, hieß es. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden mindestens 15 ägyptische Soldaten getötet und 19 verletzt. Auch Zivilisten sollen unter den Opfern sein. Bei den Gefechten seien auch mindestens 15 Angreifer getötet worden.

Bislang hat sich noch keine Gruppe zu den Angriffen bekannt. Die Orte Scheich Suwaid und Rafah liegen an der Grenze zum palästinensischen Gaza-Streifen, den die islamistische Hamas kontrolliert. Dschihadisten machen seit Jahren den Norden und das Innere des Sinai unsicher. Stark zugenommen hat die Gewalt seit dem Sturz des islamistischen ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi durch das Militär im Jahr 2013. Immer wieder wurden Anschläge auf Armeeposten verübt.

Die stärkste der islamistischen Gruppen im Sinai, Ansar Beit al-Makdis (Unterstützer Jerusalems), erklärte im vergangenen November ihre Loyalität zur sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die in weiten Teilen des Irak und Syriens ein Kalifat ausgerufen hat.

Die Touristenzentren im Süden der Halbinsel sind von dem Konflikt bislang nicht betroffen.

anr/dpa/Reuters/AP