Sinai-Halbinsel Viele Tote bei Angriff auf Militärposten

Gewalt im Norden der Sinai-Halbinsel: Dort sind nach Militärangaben bei einem Selbstmordanschlag und anschließenden Gefechten zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden.

Kontrollposten auf dem Sinai (Archivbild)
AP

Kontrollposten auf dem Sinai (Archivbild)


Bei einem Angriff mit einer Autobombe auf einen Kontrollposten im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind zahlreiche Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe südlich der Stadt Rafah mindestens elf Soldaten mit in den Tod gerissen, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Anschließend kam es demnach zu einem Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften und Angreifern. Ein Militärsprecher teilte mit, dabei seien 40 Extremisten getötet worden. Insgesamt seien bei dem Angriff 26 Soldaten getötet oder verletzt worden.

Zunächst war unklar, wer für den Angriff auf den Kontrollposten verantwortlich ist. Der lokale Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte sich in der Vergangenheit mehrfach zu Anschlägen auf Sicherheitskräfte in der Region bekannt. Der ärmliche Norden der Sinai-Halbinsel ist in Ägypten eine Hochburg der Extremisten.

Seit dem Militärputsch gegen den Präsidenten und Muslimbruder Mohamed Mursi 2013 kommt es in dem Gebiet immer wieder zu Anschlägen islamistischer Grupperungen. Dabei starben bislang Hunderte Polizisten und Soldaten. Der IS hatte zuletzt seine Anschläge vermehrt von der Sinai-Halbinsel weiter nach Ägypten hinein verlagert.

anr/Reuters

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