Kollision mit Tanker Mit großem Leck an Backbord - US-Kriegsschiff erreicht Singapur

Nach Kollision mit Öltanker: Mit einem Leck in der Backbordseite ist der US-Zerstörer "USS John S. McCain" in Singapur eingelaufen. Noch immer werden zehn Seeleute vermisst.

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Nach der Kollision mit einem Öltanker ist das Kriegsschiff "USS John S. McCain" am Montag in Singapur angekommen. Der Lenkwaffenzerstörer dockte nach Angaben der US-Pazifikflotte mehrere Stunden nach dem Zusammenstoß im Hafen des südostasiatischen Stadtstaates an. Insgesamt zehn Seeleute werden weiterhin vermisst. Mindestens fünf Soldaten wurden bei der Kollision mit dem Öl- und Chemikalientanker "Alnic MC", der unter Liberias Flagge fährt, verletzt.

Nach Angaben der US-Marine drang durch ein Leck in der Backbordseite des Schiffes Wasser ein, darunter in Kabinen der Mannschaft und in den Maschinenraum. Das Schiff schaffte die Fahrt nach Singapur aber aus eigener Kraft. Von den fünf Verletzten wurden vier nach Singapur ins Krankenhaus gebracht. Keiner von ihnen habe lebensgefährliche Verletzungen. An Bord des Tankers gab es keine Verletzten.

Der Zerstörer war östlich der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt zum Hafen von Singapur unterwegs, als es zur Kollision kam. Die "USS John S. McCain" gehört zur siebten Flotte der US-Marine. Ihren Heimathafen hat sie im japanischen Yokosuka. Die Besatzung besteht normalerweise aus mehr als 230 Soldaten.

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Bei Singapur: US-Zerstörer kollidiert mit Öltanker

US-Präsident Donald Trump hatte zunächst auf die Nachricht von der Kollision lediglich mit einem "That's too bad" (etwa: "Schade" oder "So ein Pech") geantwortet - und dafür in den sozialen Netzwerken heftige Kritik geerntet. Später schrieb der Republikaner auf Twitter, er sei in Gedanken und mit Gebeten bei den Seeleuten.

kev/AP/dpa/Reuters



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