Neue slowakische Präsidentin Caputova Amtsantritt einer Hoffnungsträgerin

"Ich bin gekommen, um zu dienen": Die liberale Anwältin Caputova ist das erste weibliche Staatsoberhaupt der Slowakei. Die Bürger sehen in ihr eine Hoffnungsträgerin.

Zuzana Caputova bei ihrer Vereidigung: Liberale Hoffnungsträgerin
VLADIMIR SIMICEK/AFP

Zuzana Caputova bei ihrer Vereidigung: Liberale Hoffnungsträgerin


In der Slowakei hat die im März gewählte Präsidentin Zuzana Caputova offiziell ihr Amt angetreten. "Ich bin nicht gekommen, um zu regieren, ich bin gekommen, um den Bürgern zu dienen, den Einwohnern und der Slowakei", sagte die 45-Jährige während einer Festsitzung des Parlaments in Bratislava.

Die liberale Umweltanwältin ist das erste weibliche und bislang jüngste Staatsoberhaupt in dem EU-Land. Die Feierlichkeiten dauerten den ganzen Tag und wurden live im Fernsehen übertragen.

Caputova hatte die Präsidentenwahl im März als Hoffnungsträgerin einer parteienübergreifenden Protestbewegung gegen Korruption und Amtsmissbrauch gewonnen (lesen Sie hier eine Analyse). Ihre Mitgliedschaft in der liberalen Partei "Progressive Slowakei" hat die ehemalige Umweltaktivistin vor Amtsantritt niedergelegt.

Das Staatsoberhaupt ist in der Slowakei formell auch Oberbefehlshaber der Armee, hat aber ähnlich wie in Deutschland vor allem repräsentative Aufgaben. Im Falle einer Regierungskrise spielt die Präsidentin aber eine wichtige Rolle und kann zum Beispiel eine Übergangsregierung ernennen.

jpz/dpa/AP



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