Soldatenmord in London Festnahmen nach Brand in Islamschule

Nach dem Mord von Islamisten an einem Soldaten in London kommt es möglicherweise zu Racheakten. Scotland Yard nahm vier junge Männer fest - sie werden verdächtigt, Feuer in einer muslimischen Internatsschule gelegt zu haben.


London - Es war bereits der zweite Brand in Einrichtungen von Muslimen in London innerhalb weniger Tage: Am vergangenen Wochenende brach Feuer in einer muslimischen Internatsschule im Stadtteil Chislehurst aus. Am Montag wurden als Verdächtige vier junge Männer unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen.

Bei dem Feuer war niemand ernstlich verletzt worden. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Rund 130 Schüler und Bedienstete waren vorübergehend in Sicherheit gebracht worden.

Bei beiden Feuern handelt es sich möglicherweise um Vergeltungsaktionen nach dem islamistisch motivierten Mord an dem Soldaten Lee Rigby.

Londons Polizeichef Bernard Hogan-Howe wandte sich mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung. "Wir sollten es nicht zulassen, dass der Mord an Rigby zwischen den Menschen in London steht", sagte der Scotland-Yard-Chef. "Der gemeinsame Antwort, die wir in allen Bevölkerungsschichten auf seinen Tod gesehen haben, wird über diejenigen siegen, die uns auseinanderbringen wollen", sagte er.

Der 25 Jahre alte Soldat war vor seiner Kaserne auf offener Straßen brutal ermordet worden. Zwei Männer im Alter von 22 und 28 Jahren wurden festgenommen und sind wegen Mordes angeklagt.

als/dpa

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