Mogadischu Viele Tote bei Bombenanschlag in Somalia

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat sich ein Selbstmordattentäter auf einer belebten Kreuzung in die Luft gesprengt. Dutzende Menschen sollen gestorben sein, darunter viele Frauen und Kinder.

REUTERS

Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach offiziellen Angaben mindestens 35 Menschen getötet worden. Etwa 40 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Einige Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf Behördenvertreter zwischen 14 und 20 Opfer. Augenzeugen berichteten, unter den Toten seien mindestens zehn Frauen sowie Kinder.

Die Polizei teilte mit, es sei noch unklar, ob der Markt das vorgesehene Ziel des Anschlags war oder ob die in einem Lastwagen deponierte Bombe zu früh explodierte. Der Anschlag habe sich an einer belebten Kreuzung ereignet, sagte ein Behördenvertreter. Zu dem Zeitpunkt seien dort viele Zivilisten unterwegs gewesen.

Es war der erste große Anschlag in Somalias Hauptstadt seit der Wahl des neuen Präsidenten Mohamed Abdullahi Farmajo, der in der vergangenen Woche sein Amt angetreten hatte.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Hinter den meisten schweren Anschlägen in dem von Bürgerkriegen zerrütteten Land steht jedoch die islamistische Schabab-Miliz, die seit 2007 mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats kämpft. Die Rebellen wurden zwar vor fünf Jahren von Regierungstruppen und 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union aus Mogadischu vertrieben. Sie kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen.

mxw/dpa/Reuters/AP



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