Somalia Mehrere Menschen sterben bei Anschlag in Mogadischu

Der Hauptstützpunkt der afrikanischen Friedenstruppe Amisom in Mogadischu ist Ziel eines Anschlags geworden. Mehrere Menschen wurden getötet. Die Schabab-Miliz hat sich dazu bekannt.

Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die genaue Zahl der Opfer ist aber noch unklar: Die Nachrichtenagentur AP zitiert einen somalischen Polizisten, der berichtet, zehn Menschen seien gestorben, unter ihnen sieben Uno-Mitarbeiter.

Ziel der beiden Attentäter sei laut Polizeiangaben der Hauptstützpunkt der afrikanischen Friedenstruppe Amisom gewesen. Das Gebäude befindet sich in der Nähe des Flughafens. Einer der Angreifer habe eine Autobombe gezündet, der andere habe zu Fuß versucht, mit einem Sprengsatz in das Lager zu stürmen. Die Bombe an seinem Körper sei am Eingangstor explodiert.

Die radikalislamische Schabab-Miliz will für den Anschlag verantwortlich sein. Die Terrorgruppe behauptet, sie habe mindestens zwölf Menschen getötet.

Die Extremistenmiliz steht in Verbindungen mit Al-Qaida. Die Schabab-Miliz hat wiederholt Anschläge auf Hotels und Restaurants in Mogadischu und anderen Städten des ostafrikanischen Landes verübt. Ziel ist der Sturz der vom Westen unterstützten Regierung. Die Friedenstruppe Amisom, an der sich mehrere afrikanische Staaten beteiligen, soll die Regierung schützen.

vek/Reuters/AP