Somalia Sieben Tote nach Anschlag in Mogadischu - Bürgermeister schwer verletzt

Bei einem Attentat auf das Rathaus der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Ziel der Attacke soll der Uno-Sondergesandte Swan gewesen sein.

Sprengstoffanschlag in Mogadischu
Farah Abdi Warsameh/DPA

Sprengstoffanschlag in Mogadischu


Mindestens sieben Menschen sind bei einem Sprengstoffattentat in der somalischen Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Nach Angaben des Informationsministers Mohamed Hayir Maareeye soll es zudem sechs Verletzte gegeben haben. Demnach zählt auch der Bürgermeister von Mogadischu, Abdirahman Osman, dazu.

Osman hatte nur Stunden zuvor den Uno-Sondergesandten in Somalia, James Swan, getroffen. Dieser wurde aber nach Angaben der Vereinten Nationen nicht verletzt. Die Terrorgruppe Al-Shabaab beanspruchte die Tat im Radiosender Al-Andalus für sich und erklärte, Swan sei das Ziel des Angriffs gewesen.

Der Sondergesandte verurteilte den Angriff und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Es ist das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen, dass die Gewalt in Somalias Hauptstadt eskaliert.

In Mogadischu waren erst am Montag bei einem Anschlag 17 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 28 weitere verletzt worden, als ein Selbstmordattentäter sein Auto an einem Kontrollposten in die Luft sprengte. Wie vor rund zwei Wochen bei einem Anschlag auf ein Hotel in der Hauptstadt hatte Al-Schabab auch diese Tat für sich reklamiert.

Die Terrorgruppe kontrolliert weite Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verübt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte und Zivilisten. Die mit Al-Qaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten werden von Somalias Regierung mit Unterstützung von US-Streitkräften und einer Friedenstruppe der Afrikanischen Union bekämpft.

fek/dpa



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