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17. Oktober 2018, 00:55 Uhr

Somalia

US-Militär tötet 60 Al-Shabab-Kämpfer

Bei einem US-Luftangriff sind rund 60 Mitglieder der somalischen Shabab-Miliz getötet worden. Es ist der folgenreichste Schlag gegen die Islamistengruppe seit 2017.

Nach Angaben des Pentagon hat die US-Armee rund 60 Kämpfer der islamistischen Shabab-Miliz getötet. Bei der Attacke in der Region Harardhere seien keine Zivilisten ums Leben gekommen, teilten die US-Streitkräfte am Dienstag mit.

Es handele sich um den folgenreichsten Schlag gegen die mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida verbündete Islamistengruppe seit November 2017. Damals waren bei einem US-Luftangriff auf ein Shabab-Trainingslager rund hundert Kämpfer getötet worden. Man wolle al-Shabab davon abhalten, Zufluchtsorte ausnutzen zu können, um von dort aus somalische Bürger anzugreifen.

Das US-Militär hat in diesem Jahr mehr als zwei Dutzend Luftangriffe, darunter Drohnenangriffe, gegen al-Shabab ausgeführt. Die USA haben ihre Militärpräsenz in am Horn von Afrika seit Anfang 2017 auf etwa 500 Personen ausgebaut, nachdem Präsident Donald Trump der Expandierung von Militäreinsätzen zugestimmt hatte.

Am Sonntag war der erste Jahrestag des tödlichsten Anschlags der Shabab-Miliz in Somalia: Am 14. Oktober 2017 kamen bei einem Lastwagenbombardement in Mogadischu mehr als 500 Menschen ums Leben. Es war einer der tödlichsten Angriffe der Welt seit dem 11. September 2001 und der schlimmste extremistische Angriff in Afrika.

Die mit al-Qaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem Land am Horn von Afrika für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats und verübt immer wieder schwere Anschläge. Die USA unterstützen die somalische Armee und die Militärmission der Afrikanischen Union (Amisom) im Kampf gegen die Shabab-Miliz in Somalia.

mal/AFP/dpa/AP

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